100 Tipps für das erste Semester an der Uni

Willkommen an der Universität! Ich bin mir sicher, dass ihr irgendwann etwas Großartiges machen werdet. Jeder Mensch macht etwas Großartiges im Leben, auch die Unscheinbarsten. Damit alles glatt läuft im ersten Semester, sind hier 100 Tipps die das Studentenleben erleichtern. Gedacht und geschrieben für Studenten aus nicht-Akademiker-Familien.

  1. Die Toiletten im Obergeschoss sind sauberer.
  2. Gebt bloß den Bafög-Antrag pünktlich ab.Im schlimmsten Fall wartet ihr bis zum Neujahr auf’s Bafög.
  3. Zeitig mit der Studienplanung und mit der Wohnungssuche beginnen.
  4. Die Einführungslektüre zum eigenen Studienfach ist ungemein hilfreich.
  5. Die Wäsche möchte in weiße, helle und dunkle Wäsche getrennt werden. Dann gibt es auch keine Streifen.
  6. „Wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt“ von Umberto Eco ist sehr empfehlenswert. Es ist einfach zu lesen und vermittelt wichtige Tipps für Hausarbeiten und die Bachelorarbeit.
  7. In den ersten Wochen sind alle Studierenden offen für neue Freundschaften. Danach wird es etwas schwerer Kontakte zu knüpfen.
  8. Deckt euch nachts gut zu. Die Luft ist frisch zum Anfang des Wintersemesters.
  9. Das Studium ist auch die Zeit der Sparsamkeit. Als Student ist man leider (oft) pleite.
  10. Findet heraus, ob ihr der Typ für eine WG seit. Das WG-Leben ist oft nicht einfach.
  11. In der Bibliothek viel Zeit zu verbringen bedeutet nicht unbedingt, dass diese Zeit auch effektiv genutzt wurde. Manche lernen zu Hause effektiver.
  12. Mitbewohni’s können zu besten Freunden werden.
  13. Zaudert nicht, zieht den Bachelor rasch durch. Erst der Master macht so richtig Spaß.
  14. Jeder lernt zu anderen Zeiten besonders effektiv. Wann kannst du am besten lernen?
  15. Lerngruppen sind immer gut. Auch aus ihnen entstehen Freundschaften für’s Leben.
  16. Im Schreiblernzentrum sind kompetente Leute, die bei einer Schreibblockade weiterhelfen können.
  17. Für den  gesellschaftlichen Typ: Gute Projekte kommen gut an im Lebenslauf.
  18. Manche Leute haben weniger Sitzfleisch. Stundenlang in der Bibliothek sitzen kann nicht jeder und das ist in Ordnung, auch solche Leute braucht man. Vor allem in Projekten sind sie willkommen.
  19. Seit nett zu euch. Mit kleinen Schritten kommt man sicher zum Erfolg. Wer sich zu stark rein hängt kommt schneller zum Burnout. 2012 haben ca. 27.200 Studenten die psychologische Beratungsstelle der Studentenwerke besucht. Noch 2003, also 9 Jahre vorher, waren es 11.600 Studenten und damit weniger als die Hälfte.
  20. Wer sich zu Hause ablenken lässt, ist definitiv ein Bibliotheks-Lerner.

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    CCO by Chris Marquardt

  21. Nein, im Studium hat noch keine ihren Traumprinzen kennen gelernt.
  22. Auch nicht in der Bibliothek.
  23. Sport kann der Ausgleich zum Lernen sein. Für manche auch malen, ausgehen, spazieren, Nachbarn besuchen, reiten, verreisen?
  24. Ein kleines Nickerchen von 30 Minuten steigert die Reaktionsschnelligkeit um 16%. Das sage nicht ich, das sagt die NASA.
  25. Gut geplant ist halb gearbeitet. Ganz wichtig: Ruhepausen einbauen. Auch das beugt einen Burn-Out vor.
  26. Schreiben therapiert und das kann den Stress lindern.
  27. Auch mit einem Langzeitstudium kann man erfolgreich sein. Der Geheimtipp: gute Projekte, eine ehrenamtlich Tätigkeit, Praktika oder eine Werkstudententätigkeit.
  28. Manche werden nicht verstehen warum ihr ausgerechnet das studiert, was ihr studiert. Das ist egal.
  29. Wichtig ist, dass ihr wisst warum ihr etwas studiert.
  30. Mit einer Prioritätenliste kann man 80% der Arbeit mit 20% Aufwand erledigen. Denn die wichtigsten Aufgaben erfordern 20% der Zeit. Die verbleibende Arbeit von 20% ist weniger wichtig, zeitaufwendig und kann in den meisten Fällen verschoben werden. Das wird Pareto-Prinzip bezeichnet.
  31. Die Blumen möchten gegossen werden.
  32. Haustiere belasten in der Studienzeit.
  33. Und sie machen unflexibel.
  34. Nebenjobs sind anstrengender als man denkt.
  35. Umberto Eco gibt Tipps, um sich nicht ausbeuten zu lassen, allerding im universitären Umfeld.
  36. Wer schreibt, der reflektiert. Reflektiertes Denken kann man so am besten lernen.
  37. Lieber keine Zeitschriften sammeln. Die nehmen Platz weg und erschweren den Umzug.
  38. In der Studienzeit kann man sich am günstigsten Weiterbilden. Danach wird alles nur kosten, kosten, kosten. Bildung ist ein lukrativer Markt.
  39. Jede neue Qualifikation wertet den Lebenslauf auf.
  40. Kritisch bleiben.
  41. Professor*innen möchten höflich angeschrieben werden.
  42. Sekretär*innen möchten höflich behandelt werden. Sie kennen die Prof’s. am besten und verstehen sich gut mit ihnen.
  43. Viele Studenten finden eine*n Mentor*in am Institut.
  44. Schlaue Studis gehen in die Fachschaft. Das bringt viele Vorteile mit sich und vor allem kennen einen die Prof’s.
  45. Wer die Seminarlektüre nicht  im Semester liest, muss alles in den Semesterferien nachlesen oder spätestens bei der nächsten Hausarbeit.

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    CCO by Anne Davis, flickr.com

  46. Lesen ist Entspannungsarbeit und bereitet auf nachfolgende Seminare und Hausarbeiten vor. Mit dieser Einstellung liest es sich leichter.
  47. Viele haben ein Motivationsproblem, bis sie ein Zeitproblem haben. Um es nicht darauf ankommen zu lassen: Was genau demotiviert dich?
  48. Nein, die Angeber können es nicht besser.
  49. Behaltet gute Ideen lieber für euch. Sonst gehen andere damit hausieren.
  50. Verliert nicht eure kritische Einstellung, aber lasst euch auch auf andere ein.
  51. Sturheit ist hinderlich und macht engstirnig.
  52. Ehrliche Selbstkritik unterstützt die persönlichen Entwicklung.
  53. Unkonstruktive Kritik möchte höflich lächelnd ignoriert werden.
  54. Besucht externe Veranstaltungen, z. B. Tagungen, zu Themen eures Studienfachs.
  55. Lernt neue Leute kennen. Sie bereichern.
  56. Nutzt die Semesterferien für Reisen.
  57. Prof’s haben viele Erfahrungen weiterzugeben. Versucht mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
  58. Seminare auf Englisch sind weniger überfüllt.
  59. Die anderen sprechen auch nur Denglisch.
  60. Es klingt banal, aber haltet Küche und Bad sauber. Sonst gewinnt ihr ganz schnell neue Mitbewohner. Sie nennen sich Ungeziefer.
  61. Alles was ihr jetzt verschiebt, müsst ihr spätestens zur Bachelorarbeit nachholen. Wirklich!
  62. Wer eine akademische Laufbahn einschlagen will, sollte in der Uni arbeiten, aber nicht in der Cafeteria, sondern bei einem Professor.
  63. Manchmal ist es besser weniger Sachen zu haben. Dann hat man automatisch weniger aufzuräumen, zu waschen und zu sortieren. Das spart Zeit.
  64. Werft alles über Bord, was euer Studium verlangsamt oder behindert.
  65. Kauft beim Lebensmitteldiscounter ein.
  66. Keiner wird euch einen müden Groschen leihen. Bleibt sparsam.

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    CCO by Sheri Edwards, flickr.com

  67. Die Toiletten im obersten Geschoss sind die saubersten.
  68. Doch abends solltet ihr das oberste Geschoss meiden.
  69. Oder die Nummer der Sicherheitskräfte im Smartphone speichern.
  70. Ein Hochschulwechsel ist kompliziert und die wenigsten Scheine werden euch anerkannt.
  71. Auch Theoretiker braucht die Welt.
  72. Theoretiker sind besser in der Wissenschaft aufgehoben.
  73. Oder als Lehrpersonen in der Schule.
  74. Am Ende liegt es an euch, welches Tempo ihr für das Studium wählt.
  75. Baut eure Stärken aus.
  76. Nutzt sie für die Bachelorarbeit.
  77. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Zieht euch dick an. Es wird kalt.
  78. Blendet Angeber und toxische Personen aus.
  79. Findet etwas, das euch wieder aufbaut, wenn ihr euch ausgelaugt fühlt. Das kann eure Familie sein oder eine gute Freundin.
  80. Je mehr ihr lest, desto leichter wird es.
  81. Und manchmal muss man einen Text eben doch fünf Mal lesen. So ist es halt mit dem wissenschaftlichen Arbeiten.
  82. Meldet euch auch in der Stadtbibliothek an. Das ist eine bessere Investition, als all die Bücher zu kaufen.
  83. Auf Dauer wird auch das Kopieren zu einer kostspieligen Angelegenheit.
  84. Am besten könnt ihr in einem Feld forschen, dass euch interessiert.
  85. Kleine Universitäten sind manchmal besser als große.
  86. Erst recht, wenn sie nicht so stark überlaufen sind.
  87. An Privatunis bekommt man selten die bessere Bildung, öfter die besseren Noten geschenkt.
  88. Im Endeffekt ist die Hochschule nicht so wichtig, wenn man weiter studieren möchte.
  89. Das Manko des Bachelor ist, dass man damit zur „billigen“ studierten Arbeitskraft wird. Den Master anhängen, kann oft genug vorteilhaft sein.
  90. Macht euch Ingwertee mit Zitronenstückchen. Das wärmt und entspannt.
  91. Den Leuten in und um der Universität werdet ihr die nächsten Jahre öfters begegnen. Schätzt sie.
  92. Manchmal nervt all die Planerei. Dann sollte man wandern oder verreisen, neue Menschen und neue Orte entdecken.
  93. Wer einen Tag in der Bibliothek verbringen möchtet, sollte gut gefrühstückt haben.
  94. Das günstige Menü in der Mensa ist am schnellsten aus.
  95. Manchmal ist noch Essen vom Vortag da. Das gibt es dann auch ganz günstig, aber es schmeckt oft nicht mehr so gut.
  96. Wer Rechnungen nicht begleicht, rutscht ganz schnell in die Schuldenfalle. Lieber ein Abonnement nicht abschließen.
  97. Schlaft eine Nacht drüber und geht eure Finanzen durch.
  98. Die Motivation immer hoch halten und Leute finden, die einen unterstützen.
  99. Besucht lieber die Veranstaltungen der Lehrenden, die man als freundliche Personen kennt. Hört euch an eurem Institut um.
  100. Aber am besten lasst ihr euch von keinem rein reden.

 Viel Erfolg und gutes Gelingen an der Uni!

Beitragsbild: CCO by Andrew Schwengler, flickr.com

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