"155. Geburtstag von Selma Lagerlöf", sagt mir die Google Startseite die nächsten 14 Minuten noch, in welchen es noch der 20. November 2013 sein wird. Danach wird das gezeichnete Bild des Mädchens mit der roten Kappe, was mich heute Morgen schon an Rotkäppchen erinnerte, welches auf einem fliegenden Schwan sitzt, erlöschen. Welches Motto dann von Google verfolgt werden wird, weiß ich natürlich nicht. Ich weiß nur, dass es etwas mit dem 22. November zu tun haben wird. Ich weiß auch gar nicht seit wann, aber Google hat das schon zur Tradition gedeihen lassen, dass es fast täglich ein Motto  präsentiert.

Heute ist es der 155. Geburtstag von Selma Lagerlöf gewesen. Interessiert hat mich das schon, als ich heute Morgen diesen außergewöhnlich exotischen Namen las. "Selma" - klingt irgendwie türkisch. Aber "Lagerlöf"? Hmmm. Gleich mal "wikipediat" (-nicht, dass ich dieses Wort in den Duden etablieren wollen würde) und geguckt, was es denn auf sich hat mit dieser Dame.

So fand ich heraus, dass Selma Lagerlöf eine schwedische Schriftstellerin war. Wie ich es liebe, auf Schriftstellerinnen zu stoßen.. Das Bild, welches mir von Wikipedia gegeben wird: ein sehr nettes. Sie kommt mir recht sympathisch vor und sie begann mich noch mehr zu interessieren.

Selma Lagerlöf - die erste Nobelpreisträgerin

Selma_Lagerlof_(1908),_painted_by_Carl_Larsson Quelle: Wikipedia

Selma Lagerlöf, painted by Carl Larsson, Quelle: Wikipedia

Als ich weiter recherchiere, las ich die Info, dass sie die erste Nobelpreisträgerin war. "Von ihrer Geburt an hatte sie ein krankes linkes Bein, das sie in ihrer Kindheit vom Toben mit anderen Kindern abhielt und sie zeitlebens humpeln ließ. Wegen dieser Behinderung verbrachte sie viel Zeit mit Lesen und entdeckte früh, dass sie Schriftstellerin werden möchte.", heißt es in der  Biographie, welches von der Universität Düsseldorf online festgehalten wurde.

Es ist schon interesssant, wie Menschen krisenhaft scheinende Situationen zur Chance des Lebens umwandeln, die zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit dienen kann.

Im Falle Selma Lagerlöfs ist das gut zu beobachten. Gesunde Beine - ein eigentlich wunderhaftes Phänomen - sind nicht selbstverständlich und umso dankbarer müsste man sein, wenn man sie hat. Bei Selma Lagerlöf ist das nicht der Fall, und trotzdem, nein, eigentlich genau deshalb wird was aus ihr..

Manchmal frage ich mich, weshalb ich mich nicht ohne ein krankes Bein in gegebene Chancen so reinhängen kann, wie manch andere, die viel größere Schwierigkeiten haben, zu leben, Wertvolles zu tun. "Teuer", wird Selma Lagerlöf beschrieben (Vgl. http://www.phil-fak.uni-duesseldorf.de/frauenarchiv/npt_neu/lagerloef.html)

Nachdem sie eine Mäzenin findet, konnte sie ihr erstes Unterhaltungs-Werk „Dagny“ über Frauenrechtlerinnen veröffentlichen. Spätestens mit dem zweiten Buch, hatte sie dann Erfolge, die groß genug waren, sodass sie als Schriftstellerin hauptberuflich tätig sein konnte. In dieser Zeit schrieb sie nicht nur Romane, sondern auch ein Kinderbuch über Schweden - was ihr pädagogisches Know-How zu Tage legte.

"Es liegt im Sinne Alfred Nobels, diese Frau zu ehren, die mit beispiellosem Erfolg die empfindlichsten Seiten des menschlichen Herzens zum Erklingen brachte und deren Name und dichterisches Schaffen weit über die Grenzen Schwedens hinaus bekannt geworden sind", sagte im Dezember 1909 König Gustavs V., der ihr den Nobelpreis übergeben durfte.

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/Fotoquelle: sueddeutsche.de /

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