Die Weltkommission für Drogenpolitik beklagt, dass der Kampf gegen den internationalen Drogenhandel aussichtslos sei und plädiert für eine Legalisierung der Drogen. n-tv.de feiert dies als ein Umdenken in der Drogenpolitik. So taktvoll und wohlgesonnen der Vorschlag auch vorgetragen wurde, klingt es eher nach erfolgreicher Lobby-Arbeit. Denn über die Folgen, die in absehbarer Zeit auftreten werden, scheint sich keiner Gedanken zu machen. Ein kleines Beispiel aus der Geschichte: Das Rauchen von Opium wurde in China 1729 verboten, weil es in Ostasien zu einem gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Problem wurde, das man nicht anders lösen konnte.

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Das was wir als Drogen kennen, wurde früher als halluzinogene Pflanze für schamanische und magische Kulte eingesetzt.

Drogen haben eine lange Geschichte. Mohn wurde bereits vor 3000 bis 4000 Jahren in Asien und Südosteuropa angebaut. Halluzinogene Pflanzen wurden in alten Kulturen für schamanische und magische Kulte eingesetzt. Zu diesen halluzinogenen Pflanzen gehören Beispielsweise Pilze mit dem Wirkstoff Psilocybin, so wie Trichterwinden und Kakteen mit dem psychedelischen Wirkstoff Meskalin.

Noch heute setzen Naturvölker in Südamerika jene Pilze, Trichterwinden und Kakteen bei schamanischen Ritualen ein. In Europa wurden die heimischen Nachtschattengewächse für magische Zeremonien verwendet. Dazu gehörten beispielsweise das Alraun, das Bilsenkraut, der Stechapfel, die Tollkrische und das Tollkraut. Diese Pflanzen enthalten die Wirkstoffe Atropin und Scopolamin, beide Stoffe wirken halluzinogen.

1980 hat 0,6% der deutschen Bevölkerung mindestens ein Mal im Leben Kokain konsumiert.

2006 war es schon 4,4 % der Bevölkerung.

1. Die Legalisierung von Drogen ist eine statistische Manipulation

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Die Kriminalitätsrate wird eher exponentiell ansteigen als sinken.

Die Kriminalität wird tatsächlich mit der Legalisierung von Betäubungsmitteln geringfügig zurück gehen, weil kriminelles Handeln nicht mehr als kriminell eingestuft wird. Das ist ein Parameter, welches weg fällt.

Der Konsum von gesundheitsschädlichen Betäubungsmitteln wird erwartungsgemäß zunehmen.

Ein Boom des Drogengeschäfts ist die natürliche Folge.

 

 

2. Der massenhafte Konsum von Drogen untergräbt den Rechtsstaat

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Zeugen sind von immanenter Bedeutung bei der Aufklärung von Unfällen und kriminellen Vorfällen wie Raub oder Diebstahl.

Ein Rechtsstaat der mitunter auf Zeugenaussagen angewiesen ist, kann sich die Legalisierung von schweren Drogen nicht leisten. Die Gefahr, dass Personen im Rauschzustand angegriffen und/oder beraubt werden ist zu groß.

Die Zeugenaussage einer Person im Rausch ist zweifelhaft. Unmengen an Gerichtsverfahren würden eingestellt werden, weil es an vertrauenswürdigen Zeugen mangelt.

Die Kriminalitätsrate wird eher exponentiell ansteigen als sinken.

3. Neukunde Schüler

Eltern, Lehrer und Sozialarbeiter müssen meist machtlos und mit einem mulmigen Gefühl mitansehen wie Teenager zur Zigarette greifen. Oder wie Minderjährige unter 16 Jahren Spirituosen genießen. Was wurde nicht alles getan um Jugendliche von gesundheitsschädlichen legalen Genuss- und Rauschmitteln zu schützen?

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Es ist nicht abwegig, dass Dealer das Pulver "strecken" werden, um ihren jungen Kunden den Kauf von Kokain möglich zu machen. Denn reines Kokain wird man für wenige Euro Taschengeld kaum erwerben können.

Die günstige Zigrattenpackung mit nur 10 Zigaretten wurde abgeschafft, der Preis der normalen Packung wurde mehrmals erhöht, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die umfangreiche Jugendkampagne "rauchfrei" veranstaltet. Das alles damit Jugendliche nicht zur Kippe greifen.

Tatsächlich erklärt Spiegel Online, dass 2013 die Rate jugendlicher Raucher so niedrig war wie nie zuvor. Nichtrauchen sei sogar zur Norm aufgestiegen. Das sind doch schon mal erfreuliche Nachrichten.

Drogenverkauf auf deutschen Schulhöfen

Es ist kein Geheimnis, dass Cannabis auf deutschen Schulhöfen verkauft wird. Für kleine Summen wie 10€ verticken Dealer das grüne oder braune Gras an Minderjährige. Und machen ein profitables Geschäft, denn nicht immer sind die Dealer so ehrlich wie sie sich ausgeben. Mit der Legalisierung von Drogen wie Kokain werden Dealer nicht abgeneigt sein auch diese auf deutschen Schulhöfen zu verkaufen. Wie soll Unterricht mit Jugendlichen im Kokain-Rausch gelingen? Es ist nicht abwegig, dass Dealer das Pulver "strecken" werden, um ihren jungen Kunden den Kauf von Kokain möglich zu machen. Denn reines Kokain wird man für wenige Euro Taschengeld kaum erwerben können.

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Levamisol, Lokalanästhetika und Phenacetin gehören zu den Streckmitteln, die häufig vorkommen.

 

Häufige Streckmittel

Levamisol

Levamisol wird in der Tiermedizin zur Entwurmung eingesetzt. Drogendealer benutzen es, um die Wirkung von Kokain zu verlängern. Denn der Körper wandelt das Levamisol in Aminorex um. Aminorex wirkt ähnlich wie Kokain und wie Amphetamine. Levamisol kann allergische Reaktionen und Verwirrungszustände auslösen und zur Bewusstlosigkeit führen. Zudem kann dieses Streckmittel das Blutbild verändern, die Agranulocytosis tritt ein. Die weißen Blutkörperchen werden stark reduziert so, dass lebensgefährliche Infektionen auftreten können. Zu den Symptomen der Agranulocytosis gehören:

  • Schüttelfrost
  • Fieber
  • Entzündungen an Schleimhäuten, Hals und Zunge
  • Infektion der oberen Schleimhäute
  • Infektionen im Analbereich

Die Agranulocytose kann nur medizinisch behandelt werden.

Lokalanästhetika

Das älteste bekannte Lokalanästhetikum ist Kokain. Vermengt mit anderen Lokalanästhetika erweckt dieses Gemisch den Eindruck "reines" Kokain zu sein, da der Geschmack und der auftretende Rausch intensiviert werden. Doch schädigt diese Kombination das Herz viel erheblicher als reines Kokain.

Phenacetin

Phenacetin, ein Aminophenol-Derivat, wurde bei der Behandlung von Schmerzen und Fieber eingesetzt. Dieser Wirkstoff wurde 1986 verboten, weil es in Kombination mit anderen Schmerzmitteln höchst krebserregend und nierenschädigend wirkt. Man vermutet, dass es als Streckmittel eingesetzt wird, weil es euphorisierend und anregend wirkt.

 

4. Je härter die Droge um so härter die Folgen

Der Umgang mit legalen Genussmitteln (Nikotin, Alkohol) bereitet jetzt schon große Schwierigkeiten. Eine bundesweite Kampagne wie die des BZgA lässt sich nicht im Handumdrehen organisieren und vor allen Dingen nicht einfach finanzieren. Mit dem Konsum neuer Drogen wird das Gesundheitssystem zusätzlich belastet werden. Es werden neue Suchtpräventionsmaßnahmen und neue Kampagnen initiiert werden und das verlangt wiederum riesige Geldsummen. Rufen wir uns in Erinnerung warum Drogen nicht legal sind: Drogen schaden der Gesundheit erheblich und machen dem Konsumenten unmöglich ein geregeltes Leben zu führen.

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Mit Blick auf die gesundheitlichen Folgen und dem Abhängigkeitspotenzial hat das britische Medizin-Fachjournal "Lancet" Kokain für die zweitgefährlichste Droge nach Heroin befunden.

 

Wie wirkt Kokain?

Die Wirkung von Drogen ist bei jedem Menschen anders und kann nicht voraus gesehen werden. Dieselbe Droge kann bei Person A Glücksgefühle auslösen, während Person B Angstzustände erleidet. Durch Drogen werden körpereigene Glücksstoffe wie Serotonin und Dopamin vermehrt ausgeschüttet oder nicht in die Zellen aufgenommen. Dann verbleiben die Glücksstoffe in dem Spalt zwischen zwei Synapsen und wirken so lange bis sie verfallen oder abgebaut werden.

Kokain sorgt dafür, dass das Dopamin vermehrt ausgeschüttet wird. Je nach Konsumform erleben Konsumenten von Kokain einen Rausch der 5-60 Minuten dauern kann. Nach dem Kick folgt der Absturz. Der Körper braucht nun einige Zeit um das Gleichgewicht der Neurotransmitter wieder herzustellen. Dieser Prozess kann bis zu 3 Wochen dauern. Während dieser Zeit setzt der gegenteilige Effekt ein: Wenn man im Rausch noch froh und munter war, ist man plötzlich niedergeschlagen und gereizt. Viele legen immer wieder nach, um das Hochgefühl noch mal zu erleben und so beginnt die verhängnisvolle Kette der Sucht.

Konsumenten von Kokain können sich im Rausch folgendermaßen fühlen:

  • stark
  • unverwundbar
  • ängstlich
  • Hunger und Müdigkeit werden nicht wahr genommen
  • das Selbstwertgefühl wird erhöht
  • die Sinneswahrnehmung wird gesteigert
  • allgemein akzeptierte soziale und sexuelle Regeln werden bedeutungslos bzw. missachtet

 

Was sind die gesundheitlichen Folgen von Kokain?

  • Atemunregelmäßigkeiten
  • Mangelerscheinungen (da Hunger und Müdigkeit nicht mehr vom Körper wahr genommen werden)
  • paranoide Attacken
  • Halluzinationen
  • Verfolgungsängste
  • Nervosität
  • Aggresivität
  • Verwirrtheit und Konzentrationsprobleme
  • Herzinfarkt
  • erhöhter Blutdruck mit der Folge eines Schlaganfalls
  • Veränderung des präfrontralen Cortex mit der Folge von Aufmerksamkeitsdefiziten, Lerndefiziten und Probleme bei Fällen von schnellen Entscheidungen
  • ein hohes Abhängigkeitspotenzial

Mit Blick auf die gesundheitlichen Folgen und dem Abhängigkeitspotenzial hat das britische Medizin-Fachjournal "Lancet" Kokain für die zweitgefährlichste Droge nach Heroin befunden.

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Manchmal sprechen Menschen auf Therapiemöglichkeiten gar nicht mehr an. Dann bleibt die medizinische Anwendung von Betäubungsmitteln der einzige Ausweg.

5. Seien wir ehrlich, den Drogenkonsum zu erlauben macht keinen toleranter als er schon ist

familie-denkerinnenToleranz ist das Label unter dem der Drogenkonsum verschönt, verharmlost, verkauft wird. Selbstverständlich ist Toleranz eines unserer wichtigsten Werte und eine moderne Errungenschaft.

Man sollte Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Hautfarbe und unterschiedlicher Ansichten tolerieren. Doch darf man auch Rassisten tolerieren? Und Extremisten? Und Fanatiker?

Eins ist klar, man kann nicht alles tolerieren. Es ist empfehlenswert die Vorteile und Risiken gründlich abzuwägen und zu einem Entschluss zu kommen, an dem mehrere Personen beteiligt sind. Das kann ein Gremium von Experten sein, aber auch ein Volksentscheid. Die Legalisierung von Stoffen wie Kokain, bringt m.E. mehr Risiken mit sich als Vorteile.

 

Drogen aus der Apotheke

Drogen schaden der Gesundheit erheblich, das ist wahr. Doch es gibt Ausnahmen in denen Mediziner danach entscheiden, welche Therapie weniger Nachteile mit sich bringt. Manchmal sprechen Menschen auf Therapiemöglichkeiten gar nicht mehr an. Dann bleibt die medizinische Anwendung von Betäubungsmitteln der einzige Ausweg.

Cannabis

Nabiximol wird aus den Extrakten der Hanfpflanze (Cannabis sativa) gewonnen und ist als Wirkstoff in einem medizinischen Mundspray enthalten. Damit enthält dieses Mundspray den psychoaktiven Stoff Tetrahydrocannabinol (THC), er verursacht also Rauschzustände. Das THC lindert chronische Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und spastische Symptome. Cannabis wird nur Patienten mit Multipler Sklerose regulär verordnet, die auf keine anderen antispastischen Therapien ansprechen. In Ausnahmefällen wird die Therapie mit Cannabis auch bei Krebs oder chronischen Schmerzen von der Bundesopiumstelle erlaubt.

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Heroin

Heroin wird in Deutschland eingesetzt um die Sucht von Opiatabhängigen zu kontrollieren. Dabei darf die Person nicht unter 23 Jahren sein und muss schon seit mindestens 5 Jahren opiatabhängig sein, da das Rauschmittel nur Personen mit einer starken Sucht verschrieben wird. Erhalten kann man dann reines, künstliches Heroin, aber unter strenger staatlicher Aufsicht und nur in speziellen Einrichtungen.

Kokain

Kokain ist das älteste bekannte Lokalanästhetikum. Noch heute verwenden Augenärzte Kokain bei bestimmten Operationen. Hierfür benutzen sie Lösungen oder Salben mit einem 2%igen Gehalt an Kokain.

 

Anmerkung: Nichts liegt mir ferner als jemanden zu verurteilen. Menschen die Drogen konsumieren sind genauso schätzenswert wie alle anderen Menschen auch. An diese Mitmenschen kann dieser Beitrag als ein freundschaftlicher Hinweis verstanden werden, der Denkanstöße für ihre Gesundheit gibt. Genauso, wie er alle anderen Mitmenschen informieren soll über die Konsequenzen des Drogenkonsums. Aber profitgierige Kapitalisten, denen jeder Weg recht ist und die Geld aus dem Leid bzw. der Gesundheit anderer schlagen, soll dieser Beitrag zu mehr Menschlichkeit aufrufen.

Textquellen:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zigaretten-weniger-jugendliche-rauchen-als-jemals-zuvor-a-907576.html

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Weltkommission-fordert-Legalisierung-von-Kokain-article13577001.html

http://www.spektrum.de/quiz/welche-droge-ist-als-medikament-in-deutschen-apotheken-erhaeltlich/1207950

http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wissen/Die-Welt-der-Drogen-article6586121.html

http://www.n-tv.de/leute/buecher/Saviano-folgt-der-weissen-Linie-article12480761.html

http://www.n-tv.de/politik/Der-Irrweg-der-deutschen-Drogenpolitik-article11907176.html

http://www.onmeda.de/drogen/kokain.html

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/sucht/tid-14387/kokain-modedroge-mit-langzeitfolgen_aid_402817.html

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