95 Jahre Wahlrecht für Frauen

Die Wahlbeteiligung in den Bundestagswahlen 2013 lag bei ca. 73 Prozent. Ein großer Unterschied zwischen der Wahlbeteiligung der Frauen und Männer besteht nicht. Einen Unterschied gibt es allerdings in der Geschichte. Es ist nicht die Wahlbeteiligung, sondern das allgemeine Wahlrecht für Männer und Frauen.

Genau vor 95 Jahren am 12. November 1918 wurde das allgemeine Wahlrecht für Männer und Frauen durch das Reichswahlgesetz verkündet: „Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen“. Am 30. November 1918 trat das Reichswahlgesetz in Kraft. Am 5. Januar durften die Frauen in Baden das erste Mal wählen. Darauf folgten die Wahlen am 12. Januar in Württemberg.

Reichsweit kandidieren 300 Frauen für die insgesamt vorgesehenen 423 Abgeordneten für die reichsweiten und direkten Wahlen am 19. Januar – von ihnen werden 37 gewählt.

 Das uneingeschränkte Wahlrecht wurde in Europa erstmal in Finnland im Jahr 1906 eingeführt. Parallel zu Deutschland wird sie im Jahr 1018 in Österreich, Polen und Russland eingeführt.

Fotoquelle: einestages.spiegel.de

Comments

  1. Lolita P. says:

    Junge, Junge! Es sind ja keine 100 Jahre her, dass Frauen wählen dürfen. Und ich dachte immer wir sind doch gleichberechtigt genug, das könne mal so langsam aufhören.

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