Abitur (!) und was kommt danach?

Viele Schülerinnen und Schüler arbeiten viele Jahre ihrer Jugend auf diesen Tag hin – dem Abitur! Beim Gymnasiumbeitritt ist dies vielleicht noch nicht vielen Schülerinnen und Schülern bekannt, bzw. liegt das Abitur noch in der Ferne, jedoch sobald man sich in der Kollegstufe (so wurde es noch zu meiner Zeit genannt) befindet, sieht die Welt etwas anders aus. In diesen Jahren entwickeln sich Regelrecht Idealtypen von Schülermustern: den Dauer-Lernenden, den kurz vor der Klausur Lernenden, den niemals Lernenden und dennoch gute Noten Erzielenden, den Pokerspielern und denjenigen, die auf etwas hinstreben, was nach dem Abitur erreicht werden sollte.

Das Abitur, das so vieles ändern sollte und könnte. Im positiven aber auch negativen Sinne. Weiß man schon im Voraus, dass man Medizin oder Psychologie studieren will, d. h. Studiengänge die nur den Besten der Besten zulässig sind, dann bereitet man sich schon etwas disziplinierter auf diese letzten Schuljahre vor, um zu den Besten zu zählen. Während ich dieses Wort der Besten verwende, möchte ich keineswegs eine Bewertung ablegen, dass nur durch die Abschlussnote der Eine oder die Andere besser ist als der Rest, jedoch ist nun mal das Schulsystem so aufgebaut, dass der Zugang zu den oben genannten Studiengängen nicht allen zugänglich ist und man deshalb etwas erfunden hat wie den Numerus Clausus „NC“. Ich selbst, habe nicht zu dieser Gruppe gehört. Bis zwei Wochen vor dem Abitur habe ich sogar leider nicht wirklich begriffen wie wichtig eigentlich diese ganzen Prüfungen sind. Doch zum Glück habe ich eben diese letzten zwei Wochen vor meiner ersten Abiturprüfung zu pauken angefangen. Bis dato hatte ich während meiner ganzen Schullaufbahn noch nie wirklich das Lernen gelernt. Es machte mir plötzlich Spaß zu lernen. Mit dem Ergebnis war ich auch zufrieden, doch wurde ich nicht einer der „Besten“.

Doch nachdem ich dann mein Abitur hatte, war es auf einmal seltsam. Plötzlich war es danach auf einmal so leer. Ich musste nicht lernen. Ich musste nicht zur Schule. Obwohl ich nur zu der Gruppe Schülern gehört habe, die auf den letzten Drücker gelernt hatten, wusste ich nicht, was ich nun mit diesem Abitur anfangen sollte. Alle Welt hatte darüber geredet, dass es etwas verändern würde, Türen öffnen würde, doch wusste ich nicht wo ich diesen Schlüssel nun einsetzen sollte. Zu meiner Erleichterung hatte ich festgestellt, dass es vielen meiner Freunde so ging. So denke ich geht es heute noch vielen Schülern nach Abschluss der Abiturprüfung. Denn man wird vorrangig gedrillt um durch die Prüfungen zu kommen, doch keiner sagt einem, was danach kommt.

Deswegen haben mir selbst einige Internetseiten bei der Wahl meines Studienganges sehr geholfen. Es gibt nämlich einige Foren die einen über die Studienfächer von A bis Z informieren und dabei ein Ranking über die Universitäten aufstellen – d.h. auf welcher Uni kann man das Fach ‚xy‘ am besten studieren, welche Universität bietet dabei das beste Programm an?

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei meiner Studienwahl war die Finanzierung des Studiums, hierbei gibt es das BaföG (http://www.bafoeg.bmbf.de/ ), welches man Erfahrungsgemäß wirklich vor Antritt des Studiums beantragen sollte, damit man nicht unnötig lange auf die Förderung warten muss.

Ich hoffe, dass ich durch diesen Beitrag etwas Information vermitteln konnte, die ich selbst vor 7 Jahren stark vermisst hatte. Denn alle sprachen vom Abitur, doch keiner hatte erwähnt was danach kommt.

Comments

  1. Seigopo says:

    Das sind wirklich nützliche Informationen. Mir ging es sehr ähnlich zu der Zeit. Ich habe Jahre gebraucht, eh ich den Übergang richtig geschafft hab.

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