Amsterdam – Tot ziens!

Damit meine ich: „Auf Wiedersehen!“. Das musste ich natürlich googeln, denn das einzig niederländische was ich mir merken konnte war “Dank u wel“, also “Danke“. Die Sprache klingt meiner Ansicht nach etwas unsanft, eine Mischung aus Deutsch und Englisch.

Mein Lieblingsverb „reisen“. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, mit meinen Freundinnen die Stadt Amsterdam zu besuchen. Ungefähr eine 6-stündige Fahrt, mitten durch Schnee und Sturm, heftig, aber wir sind heil angekommen. Es war spät abends, alle total müde aber auch gespannt auf den morgigen eintägigen Kurztrip durch Amsterdam. Planlos waren wir auch. Es waren einfach viel zu viele Sehenswürdigkeiten aufgelistet, als wir in Google „Sehenswürdigkeiten in Amsterdam“ eingegeben hatten. Nach kurzer Absprache hatten wir uns auf ein Pflichtprogramm geeinigt. Must-See: das “Anne-Frank-Haus“, das „Van-Gogh-Museum“ und „Madame Tussauds“ sollten bedingungslos besucht werden.

Unser Tag begann mit einem  Frühstück Deluxe im Hotel. Alle sattgegessen, Energie aufgepumpt und es konnte losgehen. Unser Hotel war ca. eine halbe Stunde von der Innenstadt entfernt. Null Grad Celcius, aber die klare Sonne, die auf der Haut so sanft zu spüren war, wärmte uns mehr oder weniger auf. Zuerst hatten wir das Bedürfnis vor dem „I amsterdam“ Sign ein paar Fotos als Andenken zu schießen. Dafür mussten wir zum Rijkmuseum, in der Nähe des Van-Gogh-Museums. Vor den Buchstaben hatten sich so viele Menschen gesammelt um nur ein Paar Fotos zu knipsen. Ich dachte nur: „Wow!“. Schon hier gab es eine Schlange. Wir mussten erst einmal 10 Minuten warten, bis wir uns endlich auch zwischen den Buchstaben einquetschen konnten um ein Gruppenfoto zu schießen.

 Van-Gogh-Museum

Nächster Halt, Van-Gogh-Museum. Eine riesige Menschenansammlung. Wir hätten uns die Karten schon im Vorfeld online bestellen sollen und somit  eine Stunde sparen können. Naja. Nirgendwo sonst fände man so viele Gemälde von Vincent van Gogh unter einem Dach.  Ausgerüstet mit einem Audio-Guide  und 2 Programmen: Schnellübersicht in 45 Minuten oder Auswahl nach den Nummern in der Ausstellung (1,5 – 2 Stunden). Wir wurden mit ausgewählten Bildern vertraut gemacht. Die Sammlung umfasste 200 Leinwände, 500 Zeichnungen und 750 schriftliche Dokumente. Es gab auch Ausstellungen über sein Leben sowie Arbeiten anderer Künstler wie Picasso, mit denen er befreundet war oder die er beeinflusst hatte. Es war einfach atemberaubend.

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Das Anne-Frank-Haus

Ein schmales Gebäude an der Prinsengracht. Hmm, wieder keine Online-Tickets und eine noch riesige Warteschlange mit 1,5 Stunden Wartezeit. Ich überlegte für einen kurzen Moment umzukehren aber meine Neugierde war glücklicherweise doch größer. Ach und es gab Gratis-WLAN, das allerdings kaum funktionierte. Mitarbeiter verteilten immer wieder Infomaterial, das fand ich gut. Die Räume waren äußerst klein, man bekam wirklich Platzangst, weil sich immer wieder jemand dachte er müsse sich durchdrängeln. 10 ihrer wichtigsten Sätze standen an der Wand samt Bilder. Es gab keine Möbel in den Räumen. Auch ein Blick auf das Original-Tagebuch, dessen Originalität gerichtswissenschaftlich bestätigt wurde und uns ordentlich berührt hat. Über das Anne-Frank-Haus und den Holocaust möchte ich gesondert einen Artikel verfassen, also lieber noch nicht viel verraten.

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Madame-Tussauds

Mit völlig emotionaler Stimmung machen wir uns weiterhin auf die Straßen für Madame-Tussauds um uns mit den Berühmtheiten aus Wachsfiguren amüsieren zu können. Dafür mussten wir in die Innenstadt und haben ca. eine halbe Stunde gewartet. Das war dann doch etwas teurer als die anderen Sehenswürdigkeiten, für 22,95€ war das schon salzig aber einmal musste man dieses Museum besucht haben. Die meisten Figuren sind international bekannt, aber nicht jede Figur ist Personen genau, man kann sie nicht sofort erkennen. Bei vielen liegen auch Requisiten bereit, so dass man sich zB. in Marylin Monroe, oder einer Königin verwandeln kann. Neben Robbie Williams auf der Kautsch liegen, oder einen Kaffee mit George Cloony trinken. Unterhaltsam, aber wie gesagt einmal genügt.

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Grachtenrundfahrt

Zum Abschluss wollten wir uns eine Rundfahrt mit dem Canal-Cruise durch die 3 Grachten Amsterdams nicht entgehen lassen. Dazu zählen die Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht. Die Einstiegsstelle war gegenüber vom Hauptbahnhof am internationalen Rundfahrtpier. Eine lebhafte einstündige Fahrt durch das stimmungsvolle Amsterdam. Mit den schönen, alten, teilweise schiefen Grachtenhäusern, den vielen Brücken, von denen die „Magere Burg“ als eines der schönsten gilt. Das war sicher eine der besten Methoden, Amsterdams herkömmliche Seite kennen zu lernen.

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So, zu meinen Eindrücken insgesamt. Diese Stadt muss man einfach mal durchreist haben. Es gibt zu viel anregendes, wissenswertes. Was auch geschickt wäre, aber wir nicht organisiert haben: Rent a bike. In Amsterdam gibt es kaum Fahrzeuge auf den Straßen. Das ist in Deutschland gar nicht der Fall, deshalb auch bewundernswert. In Amsterdam kommt man am besten mit dem Fahrrad weg vom Fleck. Die ganze Stadt ist mit Fahrradwegen beglückt und Radfahrer dürfen fast überall entlangfahren. Parkhäuser sind zudem auch sehr teuer gewesen: 1h/5€. So viel von mir zu Amsterdam. Gönnt euch auch mal ein Wochenende und genießt die Vielfalt Amsterdams.

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Einige Fotoquellen:

http://goo.gl/8G7A5g , http://goo.gl/6x8Fef , http://goo.gl/3x9ipJ , http://goo.gl/UgaOz6

http://goo.gl/fdD1xW , http://goo.gl/OnuvP6 , http://goo.gl/6CvGT0 , http://goo.gl/ArxbB5

 

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