Die Buchmesse – nur Kommerz (?)

Was ist das eigentlich, die Buchmesse, auf die gefühlt Tausende von Menschen hingehen? Ist es ein Ort, wo Bücher vorgestellt werden? – Ja. Verlage sich untereinander austauschen? – Ja. Oder Literaturpreise vergeben werden? – Auch. Der Deutsche Buchpreis. Dieses Jahr an Terézia Mora. Für ihren Roman „Das Ungeheuer“. Kann man auf der Buchmesse auch Bücher kaufen? – Ja.

Ich frage eine Studentin im Zug, die auch auf dem Weg nach Frankfurt war, was es denn eigentlich auf der Buchmesse zu sehen gibt. „Ich weiß es noch gar nicht. Hatte mir ein Programm ausgedruckt. Wollt’s mir auf dem Weg noch anschauen“, teilt sie mir etwas peinlich berührt mit. Sie fahre zum ersten Mal auf die Buchmesse, fügt sie hinzu.

Denkerinnen Buchmesse 3 Comic

Im Programm wird ersichtlich, dass die Messe schon seit ein paar Tagen geöffnet ist und jetzt am

Wochenende für Besucher zugänglich sein wird. Wahrscheinlich, damit die Verlage und Buchhändler sich schon mal untereinander austauschen können.

Auch konnte dem Programm entnommen werden, dass acht Hallen des Messezentrums in Frankfurt geöffnet sind, die dann nochmal thematisch unterteilt waren. Es gab Hallen mit beispielsweise den Themen „Comic“, oder „Bildung“, zu welchen Bücher und Neuigkeiten vorgestellt und verkauft wurden.

Denkerinnen Buchmesse 2 Vortrag

Vor Ort sah ich dann auch einzelne Vorträge zu Themen wie „Buch, Hörbuch, e-book – was kommt danach?“, zu welchen dann hochkarätige Referenten Stellung nahmen.

Aber vor Ort bemerkte ich auch sehr schnell, dass die Buchmesse nichts anderes als ein Ort des Kommerzes ist. Wahrscheinlich werden Bücher, die am lautesten und augendienlichsten präsentiert werden, hier an solch einem Ort am besten verkauft. Und sonst halt nicht. Da geht es gar nicht um Inhalte, sondern nur noch darum, den Stand nicht unbedingt den Inhalten passend zu gestalten und einfach nur um gutes Aussehen – sowohl seiner eigenen und des Buches.

Aber nichtsdestotrotz (ich liebe dieses Wort mit der doppelt gemoppelten Bedeutungsverstärkung im Wort selber) finde ich die Veranstaltung einer Buchmesse wichtig und richtig.

Auch wenn sie nur einen Schüler von 30 Schulklassen, die teilweise tatsächlich gezwungenermaßen dort sind, aber nicht wirklich ankommen, zum Lesen motiviert, lohnt sie sich.

Denn Lesen ist was Tolles.

Und ein jedes Buch ist eine Reise ins bekannte Unbekannte, reale Unreale, zu welchem einem jeden die Tore geöffnet werden sollten – falls eigener Ohnmacht, die die Tore geschlossen zu halten vermag.

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