„Das Buch denkwürdiger Frauen“

„Die aufregende Zeit, in der wir leben, mit all‘ ihren Widersprüchen, Hoffnungen und Enttäuschungen, weißt der Frau eine bedeutsame Aufgabe zu.“

So beginnt das Vorwort zu dem Buch der denkwürdigen Frauen. Damals wie heute waren sich die Menschen über die Rolle der Frau bewusst. Ich habe dieses Schätzchen von 1863 in einer Ecke des Bücherregals gefunden, wo es verlassen stand und geduldig auf seine Entdeckung harrte. Diese Festgabe oder Festschrift für Mütter und Töchter, besteht aus 15 Biographien von denkwürdigen Frauen auf 308 Seiten. Die Autorin hat es sich zum Ziel gemacht, verschiedene Frauenbiographien über mehrere Perioden hinweg darzustellen. Aber wer sind diese Frauen? Warum werden sie als denkwürdig bezeichnet?

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[frame_box]“Die leidende Christin, die Märtyrerin der Liebe, die für ihr Recht beharrlich streitende Fürstin, die feinfühlende Gattin, welche in den Wissenschaften Trost für den erlittenen höchsten Verlust sucht und findet, die Beglückerin der Hütten, das Opfer der Politik, die Dulderin des Herzens, das hochdenkende Weib als Stütze des angeklagten Gatten, die unvergessliche, große Herrscherin, welche nie aufhört eine vortreffliche Gattin und Mutter zu sein, der anmuthige Lebensgang der Künstlerin, wie das blutige Ender der exaltirten Patriotin, die Schicksale der darauf foldenden zwei Märtyrerinnen für das Königtum und das Vaterland, die nimmerrastende Menschenfreundin und zuletzt die viel gepriesene und hochbegabte Tochter der Musen[…]“.[/frame_box]

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So lautet die Antwort der Autorin im Vorwort. Adlige Frauen wie Elisabeth Landgräfin von Thüringen (1207-1231) und Marie Antoinette (1755-1810) werden im Buch der denkwürdigen Frauen ebenso gewürdigt wie Amalie Sieveking (1794-1859), die in Hamburg als Tochter eines Kaufmanns (später Senator) und der Tochter eines Senators zur Welt kam und sich für die Kinder und die Armen einsetzte.

In diesem Werk werden die Frauen für ihre Tugendhaftigkeit oder wegen ihrer Herkunft geehrt. Die Autorin sieht die Berufung der Frau in der Rolle als Ehefrau und Mutter. Dementsprechend sind die Biographien nicht kritisch verfasst, sondern sollen Leitbilder vorstellen gleichsam Heroinnen des Adels, der Reinheit und/oder der Selbstaufopferung. Auffällig ist, dass keine Frauen des gemeinen Volkes vorgestellt werden, sondern mindestens dem Stand der „höheren Tochter“ angehören. Das Buch ist für jeden als historische Quelle empfehlenswert, der sich mit Frauenbiographien der letzten Jahrhunderte befassen möchte. Auch sind die Darstellungskonventionen dieser denkwürdigen Frauen interessant. Deshalb möchte ich nun den Leser alleine lassen mit Bildern aus dem Buch. Wessen Interesse nun geweckt wurde, der kann das Buch unter GoogleBooks suchen.

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Düringsfeld, Ida: Das Buch denkwürdiger Frauen. In Lebens- und Zeitbildern, Festgabe für Mütter und Töchter, Verlag von Otto Spamer, Leipzig, 1863.

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