Das neue Semester hat längst begonnen. Für die einen ist es ein Semesteranfang wie jeder andere auch, für die anderen ist es der Anfang des Studentenlebens. Die Seminare sind bereits gewählt und man hat sich eine ungefähre Vorstellung davon gemaht, wie das Semester ablaufen wird. Doch wie sagt man so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Es ist ein neues Lebensumfeld, das man als frischgebackene/r Student/in betritt. Die Wohnlage kann eine ganz andere sein, als man gewohnt ist. Und die Mitbewohner/innen sind genauso fremd und vielleicht sogar etwas ungewöhnlich? Eine Wohngemeinschaft ist der ideale Schauplatz für einen Clash of Cultures, insbesondere wenn ein Chaot auf eine reinliche Ordnungsliebhaberin trifft.

denkerinnen.de-Bildquelle-http://www.aachen.de/de/stadt_buerger/aachen_profil/aachenmarketing/erstsemesterkampagne/03_umzugs-guide/index.html

Bildquelle: http://www.aachen.de/de/stadt_buerger/aachen_profil/aachenmarketing/erstsemesterkampagne/03_umzugs-guide/index.html

Bescheidene vier Jahre WG-Erfahrung haben mich gelehrt, dass eine WG der Himmel auf Erden sein kann. Die WG kann aber auch ein Trip durch das Fegefeuer sein. Hier sind 5 Tipps für ein angenehmes Miteinander:

1. "No more drama!" oder sein Gegenüber akzeptieren

In einer Wohngemeinschaft treffen Menschen aufeinander, die bis dato unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben, unterschiedliche Kleidungsstile bevorzugen, verschiedene Lebenstile pflegen.

denkerinnen.de_Bildquelle_http://www.kooperation-mediation.de/msh/team.gif

Bildquelle: http://www.kooperation-mediation.de/msh/team.gif

Keiner möchte als junger Erwachsener erneut einer Erziehung unterzogen werden. Grundsätzlich sind die meisten abgeneigt sich zu ändern. Eine Ausnahme passiert in Beziehungen zu Freunden und geliebten Menschen, dann werden Verhaltensweisen leichter von den anderen übernommen. Deshalb sind sich Freunde auch so ähnlich.

Gegenseitige Akzeptanz schafft Differenzen aus der Welt. Damit ist das Eis gebrochen und man ist eher geneigt aufeinander einzugehen. So entstehen fruchtbare Synergien. Ist es schlussendlich nicht so, dass Unterschiede nur zum Problem werden, wenn man sie zum Problem macht?

2. Konflikte angemessen ansprechen

Jeder kennt das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun. Nun werden sich schlecht alle WG-Mitglieder zusammen setzen und analysieren mit welchem Empfänger-Ohr jeder bevorzugt Nachrichten aufnimmt.

denkerinnen.de_Bildquelle_http://dortelli-van.perso.centrale-marseille.fr/Firmenpr%E4sentation%20Recherchen.html

Trotzdem werden sich bereits in den ersten Wochen deutliche Hinweise zeigen. Bis dahin kann man Konflikte, wenn es denn welche gibt, frühzeitig ansprechen.

Muss ich erwähnen, dass Sätze wie: "Du hast schon wieder dein Haar im Abfluss liegen lassen", wenig hilfreich sind? Wer andere beschuldigt kommt nicht weit. Schlauer ist es darüber zu reden was genau der Störfaktor ist und wie es einem selbst dabei geht: "Wenn ich Haare im Bad sehe fühle ich mich unwohl. Können wir uns darauf einigen, dass jeder sein eigenes Haar aus dem Abfluss entfernt?".

3. Üble Nachrede ist ein Entmutigungsprogramm

Tatsächlich reden die meisten frühzeitig über Probleme, jedoch in Abwesenheit der vermeintlichen Verursacher. So entsteht zwar emotionale Entlastung, diese ist jedoch von kurzer Dauer.

Bildquelle: http://www.sueddeutsche.de/leben/gesellschaft-laester-ueber-deinen-naechsten-1.475985

Bildquelle: http://www.sueddeutsche.de/leben/gesellschaft-laester-ueber-deinen-naechsten-1.475985

Üble Nachrede schädigt den Ruf einer oder mehrerer Personen. Was viele nicht wissen ist, dass üble Nachrede auch das Klima vergiftet. In gegenseitiger Übereinstimmung wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht und übertriebene Klagen werden laut. Die Unzufriedenheit wächst immerfort, das Problem jedoch bleibt bestehen. Man bestätigt sich gegenseitig, dass man in einem unerträglichen Umfeld lebt. Das raubt nicht nur kostbare Zeit sondern auch Kraft, Lebenskraft die man besser hätte nutzen können.

4. Rituale stärken das Gemeinschaftsgefühl

Bildquelle: http://ais.badische-zeitung.de/piece/04/d7/67/61/81225569-p-590_450.jpg

Bildquelle: http://ais.badische-zeitung.de/piece/04/d7/67/61/81225569-p-590_450.jpg

Eine Wohngemeinschaft sein bedeutet vor allem eine Gemeinschaft sein. Man teilt seine Privatsphäre mit fremden Menschen und kann diesen nicht einfach aus dem Weg gehen. Wer tägliche oder wöchentliche Rituale einführt stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft eine angenehme Atmospähre. Das kann gemeinsames Kochen sein oder eine entspanntes Plaudern bei einem Glas Tee, Kaffee, Saft, ...

5. Ordnung muss sein

Eine WG ist der Ort unangekündigten Besuchs. Peinliche Momente kann man vorbeugen wenn Schreibtisch und Bett einigermaßen ansehnlich sind. Auch viele Konflikte entstehen erst gar nicht, wenn ein Grundmaß an Ordnung vorhanden ist.

Bildquelle: http://www.myhottip.de/Cartoonpics/ordnung_rules.jpg

Bildquelle: http://www.myhottip.de/Cartoonpics/ordnung_rules.jpg

Schließlich lässt sich sagen, dass das WG-Leben viele Vorzüge hat und viel Spaß machen kann. Was sind Deine Erfahrungen? Wie hast Du das WG-Leben gemeistert? Du hast eine Ergänzung? Fein! Teile Deine Gedanken mit uns in einem kurzen Kommentar. Damit könntest Du jemanden inspirieren.

 

Quelle des Beitragsbilds:

http://www.augsburger-allgemeine.de/krumbach/Suche-Zimmer-in-WG-id22943336.html

http://www.umsetzungsberatung.de/konflikte/konfliktfaehigkeit.php

Share

Tags: , , , , ,