Auch wenn ich persönlich mit dem Leitgedanken des Existenzialismus’ nicht viel anzufangen weiß, gibt es einen Aspekt, den ich mit meinen Überlegungen vereinen kann. “Der Mensch ist zur Freiheit verdammt” lautet das bekannte Zitat des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre.

Die Rede ist von der Freiheit sich zu gestalten und seiner Existenz eine Essenz zu verleihen, indem man ständig Entscheidungen trifft. Sich für das “Nichts” zu entscheiden, ist den Gedanken Sartres zufolge ebenfalls als eine Entscheidungsmöglichkeit zu sehen, die darin resultiert, dass der Mensch in seinem momentanen Standpunkt stecken bleibt und das ohne auch einen Millimeter auf seinem Lebensweg gegangen zu sein. Im Gegenteil besteht sogar die Gefahr wieder in das sogenannte “Nichts” zurückzufallen.

In diesem Zusammenhang halte ich es für sinnvoll, ein Zitat zu erwähnen, welches sowohl diese Überlegungen bestätigt als auch eine andere Perspektive beleuchtet:

“Das Leben eines Menschen ist, was seine Gedanken aus ihm machen.”

Nicht nur Handlungen als solche sind relevant auf dem Weg zu unserer Selbstbestimmung, sondern auch unsere Gedanken. Gedanken sind als eine Vorstufe der Handlungen zu verstehen. Man könnte sogar sagen, dass Gedanken die mentale Verkörperung des zu praktizierenden Aktes sind. Mit unseren Entscheidungen verleihen wir nicht nur unserem Leben eine Bedeutung, sondern auch unserem Wesen. Genau das macht es meines Erachtens so wichtig, für seine Entscheidungen geradezustehen und diese für sich zu begründen. Denn einzig und allein dann, wenn man seine Handlungen mit einer Bedeutung füllen und ihrer leblosen Hülle einen Sinn verleihen kann, wird man sich von keinem in den Weg gelegten Stein entmutigen lassen, sondern diese vielmehr als Stufe zum nächstgelgenen Schritt nutzen.

Größere Entscheidungen, die das Leben langfristig beeinflußen werden, sind dementsprechend gründlicher und präziser zu bedenken. Abgesehen davon finde ich es wichtig, nicht nur seinen Interessen und Leidenschaften Folge zu leisten, sondern seiner Entscheidung einen tieferen Geist einzuflößen als nur die Freude am Leben oder den wirtschaftlichen Profit. Die Entscheidung ist dann erst besonders, wenn sie aus Herzen kommt und einen sozialen Charakter aufweist.

Dieser tiefere Sinn der Entscheidung ist auch als Motivationsquelle zu sehen, die einen von Innen heraus stärkt und in Momenten der Verzweiflung, Hoffnung am Horizont erblicken lässt. Hierbei handelt es  sich um eine innere Antriebskraft, die nie ausgeschöpft werden kann.

Die Motivation und Unterstützung zur Verwirklichung der Entscheidungen und Ziele sind weniger im Umfeld zu suchen. Vielmehr liegt diese Kraft im Inneren eines jeden Menschen, teils verborgen und unentdeckt. Die wesentliche Aufgabe, der wir uns widmen sollten, ist es, uns die Zeit zu nehmen, das in unserem inneren schlummernde Geheimnis (oder nennen wir es die Bestimmung), zu erkennen und uns damit zu identifizieren. Denn wenn dieser bedeutende und zugleich zeitaufwändige Schritt erst einmal vollbracht ist, wird uns auf dem Weg zum Erfolg kein hartnäckiges Hindernis mehr begegnen.

Ich habe den Schlüssel zu meiner Selbst gefunden und fühle mich so stark wie lange nicht mehr. Die Mühe lohnt sich auf alle Fälle. Dafür geb' ich mein Wort!

Viel Erfolg auf der Suche =)

 

*** Bildquelle:

http://images.fotocommunity.de/bilder/schleswig-holstein/nordfriesland/auf-der-suche-88d50357-deb0-47b8-9123-eb95c1c09210.jpg

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