Heute möchte ich ein Gedicht mit euch und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, teilen, welches ich am  29. Januar des Jahres 2012 geschrieben habe. Es geht nicht um "Einsamkeit". Sondern um das "Alleinsein".

"Jede Dichterin, jeder Dichter hat eine Intention, wenn sie oder er etwas schreibt", heißt es oft in den Gedanken vieler, vor allem intellektueller Leserinnen und Leser. Dabei kann es auch mal vorkommen, dass man eine Sache der Worte wegen schreibt. Um eine zu sensibilisieren, dass es um die Bedeutung des Wortes selber geht. Das ist aber auch schon wieder eine Intention: keine zu haben und nur um der Semantik jener Worte wegen zu schreiben.

Ich nannte mein Gedicht "Die Weide" und hatte eine Zeichung einer Weide am Hang vor meinen Augen, welche meine mich küssende Muse der Inspiration war. Schade, dass ich die Zeichnung nicht mehr finde.. Aber hier ist das Gedicht:

 

Die Weide

einsam am Hang-

stark genug,

um nicht vom

Sturm umgeweht

zu werden.

zu schwach,

um sich von der Einsamkeit

zu lösen.

 

Geneigt zum Abgrund

welken sich weinend

die Blätter

der Weide

am Hang.

 

Trauern tut sie nicht

die Weide

hochmütig und standfest

steht sie da.


Plötzlich gewinnt

sie an Bedeutung

die Weide

mit ihrer

Gesamtheit

mit ihrem Ausdruck der Treue.

Mit ihrer Einsamkeit.

 

Als wär sie sich

der Einsamkeit

bewusst.

Als würde sie sich gar nicht

einsam fühlen

sondern

nur allein.

allein,

aber nicht einsam.

 

Ja, gewiss

nicht einsam.

Alleine

steht sie da

die Weide

am Hang.

 

Umgeben von tönendem Rauschen des Hains

zu lauschen nach wundersamen Worten

an klingenden Orten, um die Sorten

der Wahrnehmungen richtig zu verorten.

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Fotoquelle: fotocommunity.de

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