Wir haben euch bis heute die "Famosen Frauen des Monats" vorgestellt. Mit einer kleinen Änderung, präsentieren wir ab April  „Die famose Frau des Monats“. Somit können wir uns auf eine Persönlichkeit präzise fokussieren.

Helene Lange war eine deutsche Frauenrechtlerin, Politikerin und Pädagogin, die sich für eine bessere Schulbildung von Frauen und Mädchen einsetzte und als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der deutschen Frauenbewegung gilt.

Geboren im Jahr 1848 in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Genauer, am 9.April 1848 in Oldenburg, Niedersachsen. Tochter des Kaufmanns Carl Theodor Lange und dessen Frau Johanne. Nachdem die Mutter an der Schwindsucht und 9 Jahre später auch der Vater an einem Gehirnschlag starben, wird von ihrem Vormund die Vollwaise für ein Jahr in ein süddeutsches Pfarrhaus gegeben.

Zunächst tritt sie in eine „au-pair“-Stelle in einem Internat in Petit Château im Elsaß an. Sie gibt Stunden in deutscher Literatur und Grammatik und kann dafür an allen Lehrveranstaltungen teilnehmen. 
Sie beginnt ein intensives Selbststudium der Philosophie, Literatur- und Religionsgeschichte, Geschichtswissenschaft und der alten Sprachen. Zu ihrer Generation gehörten etwa Friedrich Nietzsche, Zeitgenossen wie Otto von Bismarck sowie Konrad Adenauer.

1871 übersiedelt sie nach Berlin, um sich auf das Lehrerinnenexamen vorzubereiten. Nach Abschluss des Examens, arbeitet sie als Hauslehrerin und engagiert sich für die Emanzipation der Mädchen und Frauen durch Bildung. Zugleich ruft sie die Zeitschrift „die Frau“ (1893) ins LebenLange gründet den „Allgemeinen Deutschen Lehrerinnenverein“ und übernimmt die Leitung des Vereins. Auch dem neu gegründeten „Bund Deutscher Frauenvereine“ (BDF) tritt Lange bei. Ab 1898 wohnt und arbeitet Lange mit Gertrud Bäumer zusammen. 1914-1918 unterstützt sie im Ersten Weltkrieg den Nationalen Frauendienst, der Frauen zur Kriegsunterstützung.

Lange und Bäumer leben in Hamburg, sie gründet die „Soziale Frauenschule“ in Hamburg und arbeitet dort als Lehrerin.

1919  wird Lange für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) in die Hamburger Bürgerschaft gewählt. Sie eröffnet deren konstituierende Sitzung als Alterspräsidentin.

1920 ziehen sich Lange und Bäumer zurück nach Berlin, da Lange sich aus der Vereinsarbeit zurückzieht, aber publizistisch weiterhin tätig blieb. 3 Jahre später erhielt sie die Ehrendoktorwürde für Staatswissenschaften der Universität Tübingen. Ebenso hat man ihr die große preußische Staatsmedaille „Für Verdienste um den Staat“ verliehen.

Sie verstarb mit 82 Jahren am 13.Mai 1930 in Berlin. Ihr Geburtstag jährte sich 2015 zum 167. Mal. 

 

Quellenangaben: http://goo.gl/oZ7VU6, http://goo.gl/ONvBAM, http://geboren.am/person/Helene_Lange

 

 

 

 

 

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