Famose Frau des Monats Mai „Sophie Scholl“

Sophia Magdalena Scholl war eine Widerstandskämpferin gegen die Diktatur des Nationalsozialismus und Mitglied der Gruppe „Weiße Rose“, die mit Flugblättern zum Sturz der Nationalsozialisten aufrief und nach ihrer Enttarnung verhaftet und mit der Guillotine enthauptet wurde. Sie wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg geboren und starb am 22.Februar 1943 mit nur 21 Jahren in München. Dieses Jahr wäre sie 94 Jahre alt geworden.

Wie ihr älterer Bruder Hans Scholl glaubt sie während ihrer Gymnasialzeit zunächst an das von den Nationalsozialisten propagierte Gemeinschaftsideal: Sie tritt dem Bund Deutscher Mädel (BDM) bei.

Nach dem Abitur im März 1940 beginnt Sophie Scholl eine Ausbildung als Kindergärtnerin. Sie hofft, damit dem Reichsarbeitsdienst zu entgehen. Doch die Ausbildung wird nicht als Ersatz anerkannt. 1942 nimmt sie an der Universität München ein Biologie- und Philosophiestudium auf.
Durch ihren in München Medizin studierenden Bruder kommt sie in Kontakt mit anderen Studenten, die sie in ihrer Ablehnung gegen den Nationalsozialismus bestärken.
Entschlossen zur illegalen öffentlichen Kritik, beteiligt sie sich an der Verbreitung von Flugschriften der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.
Die Mitglieder der „Weißen Rose“ verschicken ihre Aufrufe, legen sie in Telefonzellen und in parkende Autos und geben sie zur Verteilung an Kommilitonen in anderen Städten.

Januar 1943: Sophie Scholl ist erstmals an der Herstellung eines Flugblatts beteiligt.
Die u. a. in Köln, Stuttgart, Berlin und Wien verteilten Flugschriften verursachen Aufsehen und führen zu einer intensivierten Fahndung nach den Urhebern.
Januar/Februar: Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) vermutet die Autoren der Flugblätter in Münchener Studentenkreisen.
15. Februar: Fertigstellung und Versand des sechsten Flugblatts mit dem Aufruf, das NS-Regime zu stürzen und ein „neues geistiges Europa“ zu errichten. Es wird in England nachgedruckt, von britischen Flugzeugen über Deutschland abgeworfen. Der Inhalt wird außerdem durch den Sender British Broadcast Corporation (BBC) verbreitet.
18. Februar: Die Geschwister Scholl verteilen etwa 1.700 Flugblätter in der Münchener Universität. Ein Hausmeister, der sie dabei beobachtet, meldet sie. Die Gestapo verhaftet die Geschwister Scholl und Christoph Probst (1919-1943), ein weiteres Mitglied der „Weißen Rose“.

22. Februar: Nach dreitägigem Verhör folgt der Prozeß vor dem Volksgerichtshof. Den Vorsitz führt der aus Berlin angereiste Roland Freisler. Hans und Sophie Scholl werden gemeinsam mit Christoph Probst zum Tod verurteilt und noch am selben Tag im Strafgefängnis München-Stadelheim hingerichtet.

9. April 1940 – Sophie Scholl in einem Brief an Fritz Hartnagel

„Manchmal graut mir vor dem Krieg, und alle Hoffnung will mir vergehen. Ich mag gar nicht dran denken, aber es gibt ja bald nichts anderes mehr als Politik, und solange sie so verworren ist und böse, ist es feige, sich von ihr abzuwenden.“
Sie ist ein Symbol für beispielhafte Zivilcourage und Widerstand gegen die Hitler-Diktatur – nicht nur im politischen, sondern auch im alltäglichen Leben.
Ruhe in Frieden, Sophie Scholl.
Quellen:
http://goo.gl/n6En2I, http://goo.gl/BvOIb9, https://goo.gl/OvqYvm, http://goo.gl/AWBrJO

 

 

 

 

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