Frauen aus der rechten Szene

Zu sehr noch hält sich das kollektive Bewusstsein an klischeehaften Eigenschaften fest, wenn es um die Rolle der Frau geht. Mütterliche Sanftmut, immerwährende Freundlichkeit und taktvolle Schweigsamkeit sollen eher zu Frauen passen als Gewaltbereitschaft? Die Realität lehrt etwas anderes. Der Schock der dabei entsteht ist umso größer.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Frauen dieselbe Neigung zu Gewalt haben wie Männer. Ethnologen führen hierzu das Beispiel der Amazonen an, einem kämpferischen Frauenvolk. Wenn man von gewalttätigen Frauen spricht fällt zu aller erst Beate Zschäpe ein. Manch einer wundert sich, wie ein Mensch in den Fokus der nationalen und internationalen Medien geraten kann und dabei eisern schweigt. Bescheidenheit soll ihr an dieser Stelle nicht unterstellt werden, dazu tritt sie zu kontrolliert auf. Sogar ihren Kleidungsstil soll der Teil einer kühlen Strategie sein: Mit dem Business-Outfit soll verhindert werde, dass Zschäpe als Kriminelle wahrgenommen wird.

Zschäpe bleibt der Öffentlichkeit ein Geheimnis

Über keinen anderen hat sich die öffentliche Meinung dermaßen geteilt, wie über Zschäpe. Arroganz wird ihr vorgeworfen, Verachtung der Hinterbliebenen so wie Rücksichtslosigkeit. Mit keiner Regung weder im Gesicht, noch in ihrer Haltung solle sie auf ihre Gefühle schließen lassen. Die eiserne Nazibraut? Oder man versucht die medial entstandene Zschäpe-Figur zu verharmlosen. Dann wird auf ihr natürliches Recht auf Schweigen verwiesen und darauf, dass sie nachdenklich, müde und mädchenhaft-zart wirkt. Schließlich soll sie ohne ihre Anwälte verloren wirken. Jetzt entsteht natürlich ein ganz anderes Bild, das eines Außenseiters oder eines Opfers. Sicher ist nur, dass ein stures Schweigen von Unbelehrbarkeit zeugt.

Frauen als Spezialwaffe des NSU

Als freundliche Hausfrau und gesellige Nachbarin die sich um andere zu kümmern weiß bot sie Tarnung für den NSU. Während die Männer des Hauses den aktiven Part übernahmen, kümmerte Zschäpe sich im trauten Heim um die finanzielle Situation des nationalsozialistischen Untergrunds. Gerade wegen ihren weiblichen Fähigkeiten werden Frauen gerne in der Werbebranche eingesetzt. Dieselben weiblichen Fähigkeiten nutzte die nationalsozialistische Terrorzelle strategisch aus. Eine weibliche Verfechterin als Gesicht für die Öffentlichkeit hat sich als bewährter Trend der Zeit herausgestellt. In diesem Sinne wird wohl auch Nicole Schneiders, Verteidigerin von Ralf Wohlleben, eingesetzt. Schneiders hat nicht nur die braunen Kameraden in Versammlungs- und Waffenrecht unterrichtet, sie war auch Ansprechpartnerin bei einer nationalsozialistischen Demonstration und wird regelmäßig als Verteidigerin von rechtsextremen Mandanten eingesetzt.

umfangreiche Untersuchungen zum NSU bleiben aus

Es hält sich wie mit der Behandlung einer Krankheit. Wenn der Patient seine Krankheit nicht als Existent akzeptiert, wird er sich nicht therapieren lassen. Wenn führende Medien und die Polizei nicht kritischer in die Richtung der rechten Szene ermitteln, wird die Öffentlichkeit nicht über die Finanzquellen des NSU, über weitere Terrorzellen so, wie über die hierarchische Struktur des NSU aufgeklärt werden.

Besteht der ganze nationalsozialistische Untergrund nur aus der Terrorzelle Mundlos-Böhnhardt-Zschäpe? Was spricht dagegen, dass der NSU-Prozess eine Inszenierung ist, die von den eigentlichen Urhebern der Morde ablenken soll? Wo ist das Publikum der Zeichentrickfilme, die das Terror-Trio gemacht hat?

Frauen aus der rechten Szene werden als nette Hausfrau, Finanzverwalterin und Strafverteidigerin von dem nationalsozialistischen Untergrund eingesetzt. Damit helfen sie eigenhändig bei der Ausbeutung ihrer Person durch den NSU. Dunkel bleibt, wie viele Frauen noch in die Nazi-Falle getappt sind.

Alles in einem sind die Frauen aus der rechten Szene die wahren Baumeister einer Fassade aus Freundlichkeit und Geselligkeit. Gepaart ist all das mit tiefverwurzeltem Hass und einer Gewaltbereitschaft die jegliche Vorstellungen übersteigt. Vor allem sind sie ihrer Ideologie loyal. Diese Loyalität muss alles übersteigen scheint es mir. So sehr, dass sie jegliches Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer verlieren.

 http://www.focus.de/politik/deutschland/nazi-terror/rechtsbeistand-von-ralf-wohlleben-nsu-anwaeltin-schneides-schulte-neonazis-in-waffenrecht_aid_1003292.html

http://www.n-tv.de/politik/Wie-man-Beate-Zschaepe-deuten-koennte-article10688391.html

Comments

  1. Simone Berger says:

    „Furchtbar, grauenhaft, die Taten der NSU, das der Behörden vor der Festnahme und nun von Beate Zschäpe im Prozess und auch ihrer Verteidigerin. Da fällt mir nicht mehr zu ein.
    Fragen kann ich mich jetzt: Hätte ich es verhindern können? Muss ich etwas an meinem Verhalten ändern?
    Ich hoffe nur, dass dieses Verhalten, nur das Verhalten einzelner ist. Hoffe, dass es immer Menschen geben wird, die so etwas aufdecken und anklagen. Hoffe, dass der Staat dem Menschen, jedem Menschen dient und in diesem Sinne seinen Verpflichtungen nachkommt. Hoffe, dass die Pressefreiheit dafür sorgt, dass alle Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufgedeckt und möglichst vielen verständlich gemacht werden.“, kommentierte eine Freundin den Artikel und ich kann da nur zustimmen….

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