In vielen Krimiserien und -filmen sind die Täter zu 90% Männer. Aber entspricht diese Fiktion auch der Realität? Kann eine Frau wirklich jemanden umbringen? Ist das nicht ein Widerspruch zu unserem manifestierten Frauenbild?

Fakt ist:

- 10 bis 15% aller Gewalttaten gehen auf Frauen zurück

- in Deutschland wurden 54 Männer, aber nur 7 Frauen als Serienmörder verurteilt

- 20 bis 35 Frauen töten jedes Jahr ihre Kinder – meistens kurz nach der Geburt

Lange Zeit dachte man, dass Frauen nicht morden können, da sie aufgrund ihrer biologischen und psychologischen Natur einfach nicht die Fähigkeit besitzen. Doch es gibt zahlreiche Fälle, die Bekannten fangen etwa vor 300 Jahren an, die belegen, dass dem nicht so ist.

Frauen können morden und das sogar noch brutaler und kaltblütiger als Männer. Da sie aufgrund ihres biologischen Baues zierlicher und weniger kraftvoll als Männer sind, planen sie ihre Tat Schritt für Schritt und versuchen dabei alle möglichen Fehler auszuschließen.

Dazu ein Beispiel von einem der ältesten Fälle:

Darja Nikolajewna Saltykowa (1730-1801) soll 139 Menschen umgebracht haben, 38 wurden ihr nachgewiesen. Ihre Opfer starben qualvoll durch die Folgen der Folter oder durch Verdursten und Verhungern. Zu ihren Foltermethoden gehörte auch verbrennen der Haare, übergießen des Kopfes oder des Gesichts mit kochendem Wasser, bei Frosttemperaturen nackt festbinden im Freien, abreißen der Ohren mit glühender Zange, bei hochschwangeren Frauen auch andauernde Tritte in den Bauch. Darüber hinaus wurde Saltykowa des Kannibalismus verdächtigt.[1]

Frauen haben aber oft eine emotionale Beziehung zu den Opfern, d.h. sie morden nur in seltensten Fällen ohne jegliche Beziehung. Faktoren, die sie zu diesem Tatendrang verleiten sind oftmals extreme Lebenssituationen (Trauma, Misshandlungen in der Kindheit) oder stark vorhandene und belastende Gefühle wie Demütigung, seelische (aber auch körperliche) Verletzungen oder Verlustängste. Sie wissen nicht, wie sie mit dieser Konfliktsituation umgehen sollen, wie sie „das Problem“ (Partner, Kinder, Freunde) aus der Welt schaffen sollen, daher empfinden sie, als den einzigen Lösungsweg, die komplette „Beseitigung“ als angemessen.

Andere bekannte Fälle:

Maria Velten: Brachte fünf Menschen (ihren Vater, eine Tante, zwei Ehemänner und einen Lebensgefährten) mit einem Pflanzenschutzmittel um, den sie in den Blaubeerpudding einrührte. 20 Jahre nach ihrem ersten Mord wurde sie dann gefasst.

Monika Böttcher: Tötete ihre zwei Töchter- Melanie (7) und Karola (5). Die damals 28-Jährige lernte einen neuen Mann kennen und beschloss, ein neues Leben zu starten. Dass eine Mutter ihre eigenen Töchter für einen neuen Mann tötete, brachte viel Aufsehen in den Medien und bei der Bevölkerungen. Für viele Bürger war dieser Gedanke nicht nachvollziehbar.

Karla Homolka: Sie tötete mit 17 Jahren ihre eigene Schwester, nachdem sie sie betäubt und mit ihrem Freund missbraucht hatte. Später heiratete sie ihren damaligen Freund und sie töteten gemeinsam noch zwei andere Mädchen, bis sie schließlich von der Polizei gefasst werden konnten.

Aileen Wuornos: Sie gilt als einer der bekanntesten Serienmörderinnen der Welt. Aus Hass vor Männern tötete sie zwischen 1989 und 1990 7 Männer, 2002 wurde sie hingerichtet. Zunächst nannte sie als Motive, versuchte Vergewaltigung jedoch kurz vor ihrem Tod sagte sie: «Ich hasse alle Männer und wünsche sie in die Hölle. Mit jedem Mord wollte ich mich rächen.» Auch sie hatte eine schwierige Kindheit, in der sie von ihrem eigenen Bruder missbraucht wurde.

Kathleen Folbigg: Meiner Meinung nach einer der schlimmsten Fälle, die ich je gelesen habe. Sie tötete kaltblütig ihre vier Kinder in den 1990er-Jahren nach und nach durch Ersticken. Der Grund waren Verlustängste, denn jedes Mal wenn sie sich mit ihrem Mann stritt, tötete sie eins ihrer Kinder. Sie hatte Erfolg, denn ihr Mann blieb ihr. Aber nur bis zum Auffinden des Tagebuches, indem die Morde ausführlich geschildert sind. Als Aussage vor Gericht sagte sie: «Ich tat es, damit mein Mann abends zu mir zurückkam.»[2]

Miyuki Ishikawa: bekannt auch als Dämonenhebamme. Sie soll 103 Neugeborene getötet haben, nur 85 Opfer wurden ihr nachgewiesen. Sie sah, dass sich die Eltern der Kinder aufgrund ihrer finanziellen Lage, nicht um diese kümmern konnten. Sie selber konnte es auch aufgrund ihres sozialen Statuses nicht, sodass sie sich nach der Geburt nicht um die Neugeborenen kümmerte, welche nach wenigen Tagen durch Verwahrlosung verstarben. Da in Japan zu dieser Zeit das Abtreiben noch illegal war, entwickelte sich hieraus ein schmutziges Geschäft, wodurch Ishikawa und ihr Mann viel Geld gewannen. Um den Tod der Kinder zu „legalisieren“ stellte ihnen ein mitinvolvierter Arzt Todesscheine aus. Zwei Polizisten fanden später die Leichen von zwei Opfern, bei welchen durch die Autopsie festgestellt wurde, dass sie auf keine natürliche Weise verstarben. Durch diesen Fall wurde die Abtreibung in Japan legalisiert.

Christa Lehmann: Auch sie vergiftete mit einem Pflanzenschutzmittel ihren Ehemann, ihren Schwiegervater und ihre Freundin. Die deutsche Serienmörderin war dabei eine der ersten, die dieses Giftmittel benutze und wurde dadurch bekannt.

Hier eine Liste zu anderen Serienmördern: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Serienm%C3%B6rdern#Weibliche_Serienm.C3.B6rder

Es gibt natürlich noch extremere und brutalere Fälle als diese. Man erkennt aber bei jedem der Fälle, dass die Frauen in ihrer Kindheit oder während der Ehe oder Partnerschaft ein Missvertrauen erleiden, sie nicht mehr in der Lage sind, gesund zu denken. Frauen sind also nicht immer- (aber viel zu oft!) Opfer von Gewaltdelikten. Auch sie können in die auswegslose Lage kommen und auch sie können "böse" sein.

Desweiteren töten Frauen- im Gegensatz zu Männern- um nicht mehr beherrscht zu werden, während Männer töten um zu herrschen.



[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Darja_Nikolajewna_Saltykowa

[2] http://www.news.de/fotostrecke/850696294/frauen-die-zu-killern-wurden/1/

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