Unsere kleine Abenteuerreise zur Konferenz

Es war ein sonniger Tag im September. Nach und nach trudelten auch die letzten Denkerinnen ein und wir konnten mit unserer Sitzung beginnen. Wir hatten uns getroffen, um über den aktuellen Stand unseres Blogs zu sprechen. Wie viele Beiträge hatten wir schon ins Netz gestellt? Gab es Stauungen? Marifella und Fata Esen tauschten sich über Reiseberichte aus. Sophie Anders verfasste das Protokoll. Wir lobten Artikel, die gelungen waren und brachten zur Sprache, woran wir noch arbeiten müssen. Ich knabberte gerade an einem Keks, dann mal an einer Salztstange und sonst noch so alles, was ich in die Finger bekam. Da kam im Gespräch dann der Vorschlag, ob wir denn nicht auch mal eine Tagung veranstalten sollten! Gleich tauschten wir Ideen über Konferenzen aus, die an den Unis veranstaltet wurden und wussten: Wir sollten auch eine in diesem Format organisieren!

Eine Konferenz ja, aber worüber?

denkerinnenDiese Idee war hinreißend. In einem Brainstorming brachten wir alle unsere Einfälle zusammen. Sofort war klar, dass die Frauenfrage zum Inhalt der Tagung werden würde. Trotz Benachteiligung in vielen Bereichen werden Frauenthemen mehr als oft ignoriert oder nur oberflächlich behandelt.

Über Jahrhunderte mussten Frauen diverse Umwege gehen, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Sie mussten sich vielen Herausforderungen stellen. Diese Herausforderungen sind nicht verschwunden, sie haben sich mit der Zeit gewandelt. Deshalb hielten wir es für angemessen die Veranstaltung unter dem Motto „Eva 2.0 – Herausforderungen der modernen Frau“ stattfinden zu lassen.

 

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Autorenschaft über Umwegen

Lange Zeit mussten Frauen unter männlichem Pseudonym schreiben, wenn sie ein Buch veröffentlichen wollten. Die meisten Menschen waren der Auffassung, dass Bildung der weiblichen Natur schade. Toleriert wurde es noch, wenn Frauen Kochbücher oder religiöse Abhandlungen schrieben. Damit blieb die Frau in ihrem Terrain der drei K. Noch im 19. Jahrhundert ordnete man die Bücher in den Regalen gesondert nach Geschlecht auf.

Wenn eine Frau bloß die Absicht äußerte, einen Roman verfassen zu wollen, kam man ihr mit Spott und Verachtung entgegen. Auch ihre Familien waren von dem Hohn nicht ausgeschlossen. Zudem wurden sie mit einer viel geringeren Summe honoriert als ihre männlichen Mitarbeiter.

Zu den Frauen die unter einem männlichen Pseudonym schreiben mussten, gehört Marie Sophie von La Roche. Auf ihrem Roman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ stand der Name ihres literarischen Kollegen und Freundes Christoph Martin Wieland.

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Von dem weiblichen Enthusiasmus etwas zu bewegen ist nicht viel übrig geblieben. Dies mag berechtigt sein, weil Frauen heute dem Anschein nach gleichberechtigt sind. Doch Stillstand ist Rückschritt und deswegen sollten Frauen und Männer nie vergessen, welche Herausforderungen Frauen auf sich nahmen, um für ihre Rechte einzustehen.

denkerinnen.bildung

Referenten einladen, Veranstaltungsort finden, fertig!?

So eine Tagung war doch einfach gemacht, dachte ich mir noch: Referent*innen einladen, Veranstaltungsort finden, fertig! Das ist einfacher gesagt als getan. Ein Exposé war bald erstellt und auch ein ungefährer Ablauf folgte. Jede von uns Bloggerinnen schlug eine*n Professor*in an der eigenen Hochschule vor, jemanden, dessen Gastvortrag man beigewohnt hat oder jemanden, den man gegoogelt hat. Und ein intensiver Mailverkehr begann.

Doch das war das einfachste an diesem Unterfangen. Es fing schon damit an, dass nicht alle Referenten zu dem angepeilten Lieblingsdatum am Weltfrauentag, also dem 8. März, Zeit hatten. Dieses Datum war schlicht zu kurzfristig. Die nächste Herausforderung wartete schon um die Ecke. Wie einen Veranstaltungsort möglichst kostengünstig mieten? Das bescheidene Budget einer Studierenden würde wohl kaum reichen.

Die Suche nach einem Kooperationspartner

Eins war uns klar, so konnte das nicht weiter gehen. Die ganze Sache schien uns über den Kopf zu wachsen, also beschlossen wir nach einer Kooperationspartnerschaft zu suchen. Nach einer kurzen Absprache einigten wir uns darauf eine Anfrage an das Gleichstellungsbüro der Universität Heidelberg zu schicken. Frau Professorin Katja Patzel-Mattern, Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg half uns den Kontakt herzustellen!

Die Mitarbeiterinnen vom Gleichstellungsbüro verschafften sich zunächst einen Überblick, gaben uns hilfreiche Anregungen und empfahlen uns hochkarätige Referent*innen, die unser Programm bereichern würden. Wir entschieden gemeinsam, dass eine Tagung doch zu umfangreich sein würde und änderten die Veranstaltung in eine zweiteilige Konferenz.

Mit der Generation Y den Puls der Zeit treffen

Bildquelle: http://www.murmann-verlag.de/buch/gl%C3%BCck-schl%C3%A4gt-geld
Bildquelle: http://www.murmann-verlag.de/buch/gl%C3%BCck-schl%C3%A4gt-geld

Ein ZEIT-Artikel von Kerstin Bund brachte einen wichtigen Wendepunkt für die Vorbereitung unserer Konferenz mit sich. Das Gleichstellungsbüro hatte uns darauf aufmerksam gemacht. Die Wirtschaftsredakteurin sprach in dem Artikel die Bedürfnisse einer neuen Generation an, der Generation Y. Diese Generation hinterfragt die Strukturen der Arbeitswelt und ist qualifiziert genug diese zu wandeln.

Zwischen dem was Frauen seit Jahrzehnten und die Generation Y von heute möchte, gibt es so viele Überschneidungen. Vor allem möchten beide Gruppen die Bedingungen der Arbeitswelt mit den eigenen Bedürfnissen vereinbaren. Das ist plausibel, denn viele Menschen möchten nicht leben um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben. Aus diesem Grund hat uns der Wirtschaftsbestseller „Glück schlagt Geld – Generation Y was wir wirklich wollen“ maßgeblich bei der Planung unserer Konferenzen-Reihe inspiriert.

Flyer, Plakate, Tassen

Gerade werden die letzten Vorbereitungen für die Konferenz getroffen. Es wurden auch ein paar Werbeartikel wie Stifte, Blöcke und Tassen bestellt. Diese kann man auf der Konferenz erwerben. Wir sind noch lange nicht am Ende dieses Abenteuers und es gibt noch viel zu machen. Jetzt können Sie und Du an dieser Reise teilnehmen.

Es reicht eine Anmeldung unter anmeldung@denkerinnen.de um an der ersten Konferenz „Expertinnen der Zukunft“ teilzunehmen. Die Konferenz wird am 12. Juni 2014 im Institut für Bildungswissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Hörsaal 005) stattfinden.

 

Unter folgenden Links finden Sie und findest Du unsere Veranstalungsankündigungen und unsere Pressemitteilung

http://www.uni-heidelberg.de/presse/news2014/pm20140603_die_zukunft_der_arbeitswelt.html

https://www.facebook.com/uniheidelberg/posts/736044763100896

https://twitter.com/UniHeidelberg/status/473834389563252737

http://www.idw-online.de/de/news590092

 

Wir freuen uns auf Sie und Dich!

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