"Ein Kompromiss ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen.", sagte einst Ludwig Erhard, ehemaliger deutscher Bundeskanzler (1897-1977).

Und wie Recht er hat, der Herr Erhard... Und wie bedauerlich dies doch ist. Oder nicht?

Kein Zurückstecken können. Kein mit dem Wenigeren zufrieden sein können. Kein Opfer darbringen müssen. Ist das der Mensch von heute? War das der Mensch von gestern?

Dieser kurzer Beitrag ist ein Plädoyer für ein bisschen mehr Altruismus. Im Geiste. Im Herzen. Im Sinne. In der Seele. Der eigenen. Ganz gleich, wie es früher war, in der Zukunft sein wird, oder "andere" es tun. Letztendlich beginnt das Gute doch in einem selber. Im Hier und Jetzt.

"Ich kann doch nichts dafür, wenn die Welt so tickt", höre ich da eine bequeme Stimme in mir rufen. "Aber du kannst was dafür, wenn die Welt - zumindest du selber - weiterhin so ticken wird/wirst. Und du dich nicht daran beteiligst, dieses Ticken umzustellen. Die Uhren zu verdrehen. Das Ziffernblatt zu wechseln. Dein abgenutztes Lederband wegzuwerfen."

Auf ein bisschen mehr Ruhe. Und Sinnlichkeit. Indem man/frau sich auf die Wünsche und Belange anderer einlässt. Die eigenen Gefühle hierbei toleriert. Den eigenen Ärger erlaubt. Die eigene Trauer zulässt. Um dann - spätestens in einem zweiten Schritt - die Gefühle des Gegenübers zu tolerieren. Aktiv aufzunehmen. Auszuhalten. Zuzulassen. Zu erlauben. Ohne sie verstehen zu müssen. Nur dann kann er kommen. Der Frieden.

Und siehe da; mit ein bisschen Übung werden diese zwei Schritte irgendwann gleichzeitig geschehen. Und der Frieden mit einem kleineren Stück Kuchen vor deiner Türe stehen.

In diesem Sinne: einen guten Freitag und ein schönes Wochenende!

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