Mein Kopf, sein Wille und ich

Wollten Sie jemals abschalten und dabei versuchen, nicht mehr zu denken, Ihren Kopf für sinnlose Gedanken nicht mehr anzustrengen? Haben Sie jemals gedacht „Nein, warum denke ich jetzt darüber nach???“, „Erde an Gehirn…Test…Test…1, 2, 3…wie wäre es mit einem Themawechsel“. Wir denken so viel in unserem Leben, hören wir je damit auf?

Manchmal schaut man ein Buch an ohne es wirklich zu lesen, nur um abzuschalten. Wenn es doch nur einen „On-Off“-Knopf hinter unserem Kopf gäbe. Wie gerne würde ich es des Öfteren auf „Off“ umschalten, nur um das Gelaber der alten Tanten im Bus nicht anhören zu müssen, die mich beobachten und auf eine Reaktion meinerseits warten, oder wenn mich jemand fragt welche Hobbys ich habe. Besonders dann würde ich liebend gerne den Schalter des Gegenübers umlegen. Ich bitte Sie! Wer kann sich den Hobbys leisten- vor allem wenn man im 21. Jahrhundert lebt.

Manchmal sitzt man am Schreibtisch- man hat sich fest vorgenommen die Arbeit hinter sich zu bringen- und dann starrt man die Wand an. So als hätte unser Gehirn selbstständig den Knopf umgeschaltet. Ich meine, nicht jede Wand ist hässlich, manche habe es verdient, einen Blick darauf zu werfen. Aber meine ist weiß…und ich starre sie trotzdem an! Wo ist der verdammte Knopf?

Manchmal sitzt man im Zug und versucht zu schlafen, abzuschalten, doch aus irgendeinem Grund zieht man sein Handy aus der Hosentasche, gibt sein Passwort ein –falls vorhanden- und spielt mit dem Display herum, bewegt die Finger auf dem Display hin und her, merkt, dass keiner geschrieben hat, starrt mehrere Minuten auf das Display bis es aus geht, um es dann wieder einzuschalten. Das wäre dann wohl „Erde an Gehirn“-Part 2.

Manchmal möchte man einfach die Augen schließen und dabei noch Musik hören, ein Hörbuch abspielen oder einfach nur mit der Stille eins werden. Doch im nächsten Moment sieht man sich mit einem Haarband auf den Kopf, mit einem Eimer Wasser bewaffnet, die Kleider völlig verschmutzt und man wischt den Boden. „Da will wohl wieder einer nicht schlafen was?!“.

Wir beschäftigen uns mit vielen Fragen im Leben- mit eindeutig zu vielen – einige davon unnötig, andere wiederum lebensnotwendig. Sie verändern unser Leben. Sie verändern uns, doch wir müssen dabei aufpassen, dass wir unter all den Fragen auch nicht untergehen und wir Zeit für uns nehmen und Prioritäten setzen. Man war mehrere Tage unterwegs, kaum Zuhause, ab und zu erwischt man sich beim Einnicken im Bus, in der Bahn, neben den Freunden. Dann sollte man nicht mehr nach dem Putzlappen greifen, sondern endlich mal  schlafen.

Man sollte stets in der Lage sein, auch einfach mal abzuschalten. Eine Tasse Kaffee oder Tee auf dem Balkon. Aufhören, das Buch mit leeren Blicken zu betrachten, denn man sollte stets die Gefühle der Ignorierten bedenken- auch wenn es nur ein Buch ist 😉

Und wenn man manchmal nicht abschalten kann, sollte man versuchen zu lachen, denn lachen ist gesund!

 

P.S. Laut einer Studie im Jahr 2002 fand man heraus, dass sogar grundloses Lächeln – ohne dass einem danach ist – Menschen dazu bringt, sich glücklicher zu fühlen. Probieren Sie‘s aus.
3… 2… 1..Cheese 😀

 

Bildquelle: http://www.mkausgamer.com/wp-content/uploads/2014/02/jc.jpg

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.