Mode mit gutem Gewissen – vegane Mode

Vegane Nahrungsmittel sind schon längst Gang und Gäbe, aber vegane Kleidungsstücke? Viele unserer Bürger, unter anderem auch ich, tragen gerne Schuhe aus Leder. Qualität ist vor allem bei Schuhen angesagt. Aber dass dafür ein Tier gestorben ist, interessiert keinen. Man denkt sogar, es sei ein „Abfallprodukt“, doch das ist ein Denkfehler, genauso wie in Mathe. Die Einstellung wie diese:“ Warum soll ich auf Leder verzichten, wenn die Tiere ohnehin wegen des Fleisches geschlachtet werden? Die Haut wird umsonst weggeworfen, wenn sie nicht zu Leder verarbeitet wird.“, ist nicht ganz richtig. 40% der Tiere werden nur wegen ihres Leders geschlachtet, das Fleisch wird nicht gegessen. Jedes Jahr werden nur in Deutschland ca. 1 Milliarde Landlebewesen getötet. Ein großer Teil der Rinder werden nicht für das Fleisch, sondern für das Leder getötet. Das mit den Pelz und Daunenjacken wurde bis heute in den Medien öfters zum Vorschein gebracht. Somit wurden immer mehr Menschen zum Umdenken veranlasst und sind kritischer geworden.

In Hollywood ist die vegane Mode schon voll en vogue. Schauspieler wie Natalie Portman und Tobey Maguire tragen vegane Schuhe. Auch Pamela Anderson verzichtet auf Tierhäute. In Deutschland leben laut einer Studie mittlerweile rund 900.000 Menschen vegan. Stars wie Pink äußersten sich zu diesem Thema auch ziemlich humanistisch: „Lieber nackt, als mit Pelz.“ Ethisch korrekte Mode ist im Mainstream angekommen. Mit dem Vegan Fashion Award 2014 zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland bereits zum zweiten Male Designer und Modehäuser aus, die bewiesen haben, wie kreativ und schick trendige Mode ohne Pelz, Leder, Wolle, oder Daunen sein kann.

Aber Achtung: in Geschäften steht auf der Kleidung nicht explizit drauf, dass sie vegan ist. Es gibt auch viele Stolperfallen auf die man acht geben muss. Die tierischen Materialien verstecken sich auch an unerwarteten Stellen des Kleidungsstücks. Im Kleber für Schuhe könnten Knochenreste und Tierhäute stecken. Daunen in der Winterjacke, Hornknöpfe am Jackett, sind bei tierfreier Kleidung tabu. Es ist also wirklich schwierig, diese veganen Kleidungsstücke zu unterscheiden, deshalb informieren sie sich lieber bei den Mitarbeitern.

Onlineshops, für vegane Kleidung: Dear Golds  Muso Korona  avesu, oder avocadostore. Hier werden sie fündig. In Großstädten gibt es mittlerweile Geschäfte die ausschließlich vegane Mode führen.

Im November 2014 würde Peek & Cloppenburg Düsseldorf wieder Parkas und Schals mit Kaninchenpelz verkaufen. 2006 soll P&C bekannt gegeben haben, keine Echtpelzprodukte mehr einzukaufen. PETA hat sich dafür bereitegestellt und sammelte Unterschriften, doch P&C gab keine Stellungnahme. Diese sensiblen Tiere haben meist keine Möglichkeit sich ausgiebig zu hoppeln. Viele Babykaninchen sterben schon innerhalb 1-2 Wochen nach der Geburt, und das so qualvoll wie möglich. Verhungern. Werden von der Mutter vernachlässigt. Die Herstellung von Leder ist einfach alles andere als umweltfreundlich.

Für alle, die sich mit gutem Gewissen kleiden möchten gibt es heute viele Alternativen, was vor einigen Jahren gar nicht der Fall war. Nicht weghören, Hand aufs Herz, diese Tiere müssen wir nicht mit uns tragen. Ich denke und glaube fest daran, dass es immer mehr Menschen geben wird, die gerne auf tierische Bekleidungsprodukte verzichten, wenn es gesunde Alternativen hierfür gibt.

 

Bildquelle: http://goo.gl/x89bTs

Hauptquelle: http://www.peta.de

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