"Das Leben geht so schnell um. Du bist gegangen,so jung, so schön, so plötzlich. Ohne, dass wir uns jemals kennen lernen konnten schloss ich Dich ins Herz.

Du bist gegangen ohne auf den Frühling zu warten. Bist Du denn ein Schmetterling, dass Du uns so schnell verließest? Nicht ein letztes Mal hast Du die Sonne auf dem Gesicht gespürt, nicht ein letztes Mal die Vöglein zwitschern gehört. Die Blumen werden ohne Dich blühen. Die Bäume werden weiterhin im Winde rauschen. Jahrzeszeiten werden kommen und gehen. Nächte werden die Städte verhüllen und Sterne werden funkeln wie vor Zeiten auch. Und der Regen wird auf dein Grab hinab regnen.

Du bist gegangen ohne das Leben zu beschreiten. Es stand Dir noch alles bevor, all die Träume, Hoffnungen, Wünsche, Stürme und Sehnsüchte, die Deinen und die Deiner Lieben. Nun sind sie Erinnerungen geworden von Ereignissen die nie passiert sind. Von der Einschulung die Du nie erlebt hast. Von Ausflügen die Du nie unternommen hast, von Abschlussbällen, Bewerbungsverfahren und von dem ersten Lohn, dass Du nie bekommen hast. Von Hochzeiten die nicht statt fanden und Kindern die nicht geboren wurden. Von Deinem Lächeln im Zauber des Monscheins und Deiner Art etwas zu erklären.

Bildquelle: http://www.adeo-online.de/messe-„leben-und-tod“-bricht-mit-tabu-und-sorgt-fur-gesprachsstoff/#.VIhVriGWudM

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Wo gehst du hin ohne uns all Deine schönen Gedanken zu erzählen?

Du hast uns an etwas erinnert, was wir lange verdrängt haben. Ob als antikes Götteropfer oder als junger Götterliebling, Du hast uns an den Tod erinnert und daran wie zeitlos er kommt. Ohne zu fragen, ob wir schon reif genug, alt genug, bereit genug sind, ob wir schon wollen oder noch so viele Dinge erledigen wollen kommt unser Rendezvous mit dem Tod.

Ein Rendezvous, eine Verabredung zwischen zwei Verliebten, wie sehr lieben wir den Tod? Ist er ein Alptraum, eine Erlösung, unheilvoll, wünschenswert, endgültig? Ist ein Ende nicht auch ein Anfang, von etwas Neuem? Und wenn ja von was? Der Tod ähnelt sehr seinem kleinen Bruder dem Schlaf. Und so wie kein Schlaf einem anderen gleicht, gleicht kein Tod einem anderen. Sie sind so individuell wie die Menschen und jedes Leben fordert seinen eigenen Tod so, dass jeder so stirbt wie er gelebt.

Die Menschen werden andere Themen diskutieren. Zeitungen ihre Seiten mit neuen Bildern füllen. Ein Bettchen steht ohne Dich leer und verlassen. Eine Mutter wird sich Deiner ewig erinnern. Auf einem Spielplatz wirst Du nicht mehr spielen, der Himmel wird sich nicht in deinen Augen spiegeln. Aber wir wissen, dass Du bei Gott bist und, dass Du spielst mit den Engeln. Vielleicht sehen wir uns im Himmel wieder. Ich kann es nicht versprechen, aber ich kann mich bemühen."

Quelle des Beitragsbildes:

http://www.bild.de/regional/hannover/hildesheim/ursache-fuer-unfall-drama-unklar-38699640.bild.html

http://gedankenlos.naturblicke.net/wortwechsel/rendezvous-mit-dem-tod/

 

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