Sind Bücher vom Aussterben bedroht? Buchreihe:Tribute von Panem

Seit einigen Jahren bildet die Buchreihe „Die Tribute von Panem“ die Bestseller. Doch werden nicht nur die Bücher verkauft, sondern dessen Verfilmung sorgt ebenfalls für große Anfrage. Viele Märchengeschichten und Bücher werden verfilmt und überschatten die Seitenlangen Mühen und Fantasien der Autoren nur noch mit Filmplakaten. Zwar findet jährlich in Deutschland eine Buchmesse statt, doch fast jeder Klassiker wurde schon verfilmt. Viele Kinder kennen Märchen nur aus Walt Disney Verfilmungen.Kann dadurch in unserer Zeit und unserer Generation von einem Aussterben der Bücher gesprochen werden?

Vor einem Jahr erzählte mir meine beste Freundin, dass sie eine Buchreihe mit ihrem Mann lesen würden, welche sehr packend und spannend sei – die Trilogie von „den Tributen von Panem“. Da ich sehr affin für solche Kinderbücher bin, und seit Herr der Ringe und Harry Potter schon zur Vergangenheit gehörten, wollte ich es erneut ausprobieren, mich an einer solchen spannenden Buchreihe süchtig zu  machen. Es gelang mir. Ich las die ersten beiden Bücher wie in einem Zuge… Den letzten Teil hob ich mir auf, da gleichzeitig die Verfilmung dieser Buchreihe lief und ich den letzten Teil im Kino sehen wollte und das Ende nicht kennen wollte ( das gleiche tat ich bei Harry Potter und bedauerte diese Entscheidung).

So geschah es dann, letztes Wochenende nach der neuen Ausgabe des zweiten Filmteils „Catching Fire“ ging ich mit meinem jüngeren Bruder ins Kino. Er hatte den ersten Teil nicht gesehen, hat aber gemeint, es wäre ihm nicht wichtig, er habe die Bücher auch nicht gelesen und würde das aber eh nicht machen, da dies „Kinderkram“ sei.

Als wir das Kino erblickten, ragte die Schlange des Ticketverkaufs bis in die Straßen außerhalb des Kinogebäudes. Der Anblick hat uns gezeigt, dass der Film von Einigen gesehen werden möchte und vielleicht doch nicht so „Kinderkam“ ist, wie mein jüngerer Bruder meinte.

Wir standen 20 Minuten an und obwohl mein  jüngerer Bruder den Film nicht wirklich sehen wollte und nur mich begleitet hatte, bekam er langsam Bange, dass wir keine Karten mehr bekommen würden. Doch nach 25 Minuten Wartezeit hatten wir unsere Logenplätze und Karten sicher. Als wir unser Jumpo Popcorn und Getränk schnell holten, fragte ich ihn, ob er sich vielleicht nicht die Bücher zulegen würde, da es seinem Alter entspräche und ich sie ja auch gelesen hatte. Meine zahlreichen Versuche ihm die Bücher schmackhaft zu machen scheiterten und ich bekam nur eine kurze Antwort –„ich schau mir die Filme einfach an“.

Dann saßen wir im Kinosaal, nach kurzer Werbepause begann dann endlich der eigentliche Film. Die erste halbe Stunde des Filmes musste ich damit verbringen meinem Bruder einige Geschehnisse, welche man aus dem ersten Teil erfahren hatte, zu erläutern. Zwischen dem Film kam dann ein stummer Kommentar – ich glaube ich sollte die Bücher lesen. Gegen Ende des Filmes wurde diese skeptische Äußerung zu einer festen Entscheidung – Ich muss die Bücher lesen! Mein jüngerer lesefauler Bruder wollte sich tatsächlich eine Buchreihe, Trilogie von Panem zulegen, um diese zu lesen.

Am nächsten Tag nachdem er von der Schule kam, wurde er von drei Büchern auf seinem Schreibtisch überrascht.

Ich war sehr skeptisch ob er sie auch wirklich lesen würde, doch der Abend sah folgend aus:

Die Eltern hatten das Haus verlassen, Geschwister allein im Wohnzimmer. Alles wie gewohnt. Doch der Fernseher ist aus. Beide sitzen still auf dem Sofa. Der eine liest den ersten Teil „Hungerspiele“ und die andere liest „Gefährliche Liebe“…

Bücher sind nicht vom Aussterben bedroht. Da auch das tolle Kino einem das Gefühl nicht geben kann, die ganze Nacht gefesselt an einem Buch zu sitzen und es zu Ende zu lesen.

Comments

  1. Sabiha Celen says:

    Jetzt bin ich auch gespannt auf diese Bücher 😉

  2. Jana Anselm says:

    Also wirklich, ich verstehe das Blogs größtenteils von Amateurschreibern geführt werden, aber dieser Artikel ist wirklich sehr enttäuschend. Mir erscheint der Titel und die damit verbindende Moral von der Geschichte zu erzwungen. Es ist ganz und gar nichts daran falsch zu sagen, dass das Lesen nicht vorm Aussterben bedroht ist, aber das ganze in jenem Artikel mit dem Narrativ um die Tribute von Panem und dem lesefaulen Bruder zu bereichern ohne etwas gehaltvolles mitzuteilen schadet der Qualität des Artikels sehr.

    MfG eine begeisterte aber enttäuschte Leserin,

    Jana Anselm

    1. Fata Esen says:

      Liebe Jana Anselm,

      vielen Dank für die konstruktive, wenn auch harsche Kritik. Wenn durch diesen amateurhaften Blogeintrag Ihre Enttäuschung so groß geworden ist, dann tut mir dies Leid. Der Artikel hatte keinerlei moralischen Anspruch. Blogs leben nunmal von Aktualität und Leserzahl, natürlich soll da ein Text qualitativ und inhaltlich gehaltvoll sein – doch hat auch eine Amateurschreiberin manchmal ein Tief und muss die Leser sich entschuldigend durch einen gehaltlosen Artikel enttäuschen.

      MfG
      Fata Esen

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