Sozialleben der Delphine

Sind Delphine intelligent?

Was die Intelligenz von Delphinen betrifft sind Wissenschaftler geteilter Meinung.

Delphine lernen in Gefangenschaft sehr schnell auf Signale zu reagieren, zum Beispiel mit Kunststücken, die dann aufgeführt werden. Wenn Delphine allerdings in einem Netz festsitzen, begreifen sie nicht, dass sie einfach darüber springen könnten. Sie schwimmen dagegen ganz ruhig im Wasser, und warten wohl darauf, dass man sie frei lässt. Denn wenn das Netz heruntergelassen wird, schwimmen sie heraus.

Intelligenz ist schwer messbar, da Reaktionen von Lebewesen davon abhängen, wie viel Erfahrung sie gemacht haben. Die Verbreitung einiger Arten zeigt, dass sie sich neue  Situationen angepasst haben, wie zum Beispiel der Orca oder der Große Tümmler.Experimente zeigen, dass Delphine sehr wohl lernen können ihr Verhalten zu ändern oder sogar kleine Werkzeuge zu benutzen.

Eigenschaften der Delfine

Delphine sind sehr einfühlsame Tiere. Zur Beruhigung berühren sie sich gegenseitig an den Flossen, fast so wie Menschen sich die Hand halten. Lange Studien erwiesen die große Bedeutung ihrer Körpersprache und Geräusche. Delfine haben ein großes Gehirn und können viele clevere Tricks vorführen. Deswegen sagt man ihnen nach, dass sie hochintelligent seien.[one_third]

Auf folgende weitere Eigenschaften von Delfinen weisen Studien auch hin:

emotional, frei, freundlich, friedliebend, fröhlich, glücklich, heilsam, hilfsbereit, humorvoll, intelligent, kommunikativ, lebensfroh, liebevoll, moralisch, Musik liebend, sozial, tugendhaft, zärtlich, zutraulich…

[/one_third]  Körpereigenschaften

 

Der Gemeine Delfin ist etwa zwei Meter lang und hat eine durch einen Wulst vom Kopf geschiedene Schnauze. Er lebt in den Meeren der nördlichen Halbkugel. Delfine haben eine sehr empfindliche Haut, die leicht verletzt werden kann. Wie die Wale finden sie sich mit Hilfe von Schallwellen zurecht. Sie können mindestens 32 verschiedene Töne erzeugen. Die hohen Töne der Delfine haben unter Wasser nicht so eine große Reichweite wie die tiefen Töne der Wale. Viele Töne sind so hoch, dass menschliche Ohren sie nicht hören können.

Überleben in sozialen Gruppen

Zum Überleben im Meer zählen nicht nur ausgeprägte Sinne und angepasste Biologie, sondern auch das Sozialverhalten. Nur wer im Laufe der Evolution ein solches gebildet hatte, hat überlebt.  So sind Delphine und Wale fast immer in einer Gruppe unterwegs.
Das Fortpflanzungsverhalten bestimmt unter anderem die Gruppenbildung. Bei den Pottwalen schließt sich meistens eine Gruppe Männchen einer Familiengruppe zur Paarung an; nach der Paarung verlassen sie die Gruppe wieder, und die Weibchen übernehmen wieder dessen Führung.
Familiengruppen bestehen im Durchschnitt aus sechs bis zwanzig Tieren, es gibt aber auch Gruppen, meist jene, die in der Hochsee leben, mit mehreren Hundert Individuen. Dort, wo es weniger natürliche Feinde gibt, sind die Gruppen auch kleiner, wie zum Beispiel im Amazonas, wo es häufig Einzelgänger unter den Amazonas-Delphinen gibt.

Teamwork – Der Schlüssel zum Überleben

In einer Delphin-Gruppe ist auch der Schutz wichtig, den vor allem die Jungtiere genießen. Bei Gefahr lenken die älteren Tiere den Angreifer auf sich, um den Kleinen die Flucht zu ermöglichen. Der Aggressor ist von der großen Zahl an verteidigenden Tieren meist so eingeschüchtert oder verwirrt, dass er sich zurückzieht. Auch bei Krankheiten oder Verletzungen beobachtet man häufig, dass die Gruppenmitglieder dem Verletzten helfen; solange bis er wieder vollständig unabhängig ist.
Auch die Jagd ist in der Gruppe viel effektiver als alleine, da Fische im Teamwork eingekesselt werden können, und somit zu einer leichten Beute werden.

Kommunikation in der Gruppe

In einer Delphin-Gruppe spielt der Körperkontakt eine große Rolle, denn es gibt viele Berührungen und viel Zärtlichkeit, wobei nicht nach Geschlechtern unterschieden wird. Außerdem wird in den Schulen oft gespielt oder in die Luft gesprungen. Ist die Kommunikation mit optischen Mitteln nicht möglich, benutzen die Delphine Laute und Töne, um sich zu verständigen. Der Schall breitet sich im Wasser viel schneller aus, und ein Buckelwalgesang ist zum Beispiel noch 150 Kilometer weit entfernt zu hören.

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