Türen zu Welten: Bücher

Verschiedene Welten sind Bücher,

durch Gedanken ans Erlebte verfasst.

Zu sehen noch und nöcher,

zu werfen die Unwissenslast.

 

So gelange an offene Tore,

erfahre Wahrheiten und bohre!

Lies, bis alle Fragen beseitigt,

alle Zweifel werden gereinigt!


Verpöne einseitige Sichtweisen!

Zu starre Gedanken sie einflößen!

Begib dich auf aufregende Wissensreisen,

um Kernfragen im Inneren zu lösen.

 

 

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Dieses Gedicht schrieb ich vor zwei, drei, vier vielleicht auch vor  fünf  Jahren, als ich entdeckte, was für Welten in Büchern stecken. Dass so VIELE Welten in Büchern zu finden sind. Und dass sie nicht vergleichbar sind – weder mit Filmen, die man sich in ein bis zwei Stunden  „reingezogen“ hat, noch ersetzbar mit Serien, auf die man/frau wöchentlich wartet. An sich sind es einfach gestrickte Werke, die aus Punkten bestehen. Aneinandergereihte Punkte. …

Wie KAM man/frau dazu, diese zu erFINDen? Diese Punkte, die dann irgendwie geformt, aneinandergereiht, dann untereinander gereiht, Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Zeile für Zeile, Satz für Satz, Seite für Seite, Buch für Buch einen Sinn ergeben.. Mich fasziniert dieses Phänomen BUCH immer und immer und immer wieder. Vielleicht ist das der Grund, dass ich keinen einzigen Tag verbringen kann, ohne mindestens ein Buch, ja Bücher anzufassen, aufzuschlagen, Buchstaben wahrzunehmen, aufzunehmen, zu verstehen und sie dann – sofern sie mir gefallen, ins Leben zu rufen. Wenn sie mir nicht gefallen, darüber zu schauen, es als Bereicherung zu sehen und gegebenenfalls abzurufen.

Als wir in der Schule im Englisch-Unterricht ein two-minute-Speech  über einen Gegenstand, der uns am Herzen liegt,vorbereiten sollten, entschied ich mich – jetzt kommt ihr sicherlich selber drauf – ja, für ein Buch. Ein Mitschüler brachte einen Eiffelturm als Schlüsselanhänger mit, welchen er geschenkt bekommen hatte und erzählte zwei Minuten darüber, warum dieser ihm so am Herzen liegt. Eine andere Mitschülerin brachte eine Fernbedienung mit und erzählte, warum der Fernseher für sie so toll sei. Und ich nahm ein Buch mit. Ein für mich wertvolles Buch. Das für mich wertvollste Buch der Welt überhaupt. Unabhängig davon welches Buch das war, finde ich, dass jeder Mensch ein Lieblingsbuch haben sollte. Ein Buch, bei welchem er unter all den Büchern sagt: Ja, DAS ist DAS Buch, dass ich am liebsten habe.

Und wenn man/frau das noch nicht hat, sollte man/frau stets auf der Suche sein, ein solches zu finden.

 

Oder nicht?

 

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