adbusting ist eine Verbindung aus den beiden englischen Wörtern advertisement und (to) bust. Adbusters gehören meist der Streetart-Szene an. Sie gestalten Werbung im öffentlichen Raum auf eine kreative Art um. Damit verändern sie den Sinngehalt der Werbeanzeige oder machen sie lächerlich, um die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu kritisieren. Die veränderten Werbeplakate und die parodistischen Videos werden dann fotografiert und über Social Media verbreitet. adsbusting ist strafbar. Die veränderten oder zerstörten Werbeplakate werden meist nach wenigen Tagen ersetzt.

Mit adbusting geht der britische Streetartist Eyesaw gegen die Konsumgesellschaft vor. Wer sich neue Sachen kauft, wird glücklich. Jeder kennt diese Versprechung der Werbung. Dadurch spornt die Werbung den Einzelnen an, immer mehr und mehr zu konsumieren. Diese Werbepsychologie kritisiert Eyesaw, weil Gebrauchsgegenstände nicht dazu da sind glücklich zu machen, so seine Auffassung.

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Bildquelle: http://brandalism.org.uk/artists/eyesaw-uk/

"Ein Paar Schuhe ändert nicht dein komplettes Leben. Es ist etwas materielles, dass dich, während du es kaufst, nur für ein paar Minuten beeinflusst. Der Grund warum du dich dabei so gut fühlst wird dir durch die Werbung eingepflanzt. So funktioniert Werbung: Wenn du etwas kaufst, dann fühlst du dich besser. Wenn ein Produkt tatsächlich so gut wäre, müsste man es nicht bewerben." Zitat von Eyesaw

Video 1

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Bildquelle: http://brandalism.org.uk/artists/br1-ita/

Streetartis BR1 aus Italien hat die muslimische Frau zum Herzstück seiner Arbeit gemacht. Dabei stellt er sie sowohl in alltäglichen Situationen dar, wie beim Tee trinken, während sie ein Foto mit der Handykamera schießt oder eine Mahlzeit zu sich nimmt, als auch in ungewohnten Posen, wie eine Suizidandrohung mit einer Banane. Mit einer akkuraten Linienführung bringt BR1 klare, scharfe Objekte auf die Werbeflächen, die er mit dicken Konturenlinien von dem Hintergrund trennt.

Video 2

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Desperate Housewife, Bildquelle: http://br1art.blogspot.de/

 

Schnell lässt sich der eurozentristische Blick des Künstlers feststellen, wie zum Beispiel bei diesem Bild mit dem Titel "Desperate Housewife". Es wiederholt das gängige Klischeebild von der "Kopftuch-Frau" als mundtote, gedemütigte Hausmagd. In dieser Hinsicht tendiert BR1 dazu, über eine Person zu sprechen, statt mit einer Person zu sprechen.

 

 

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Bildquelle: http://brandalism.org.uk/artists/hannah-adamaszek-uk/

 

 Die Künstlerin Hannah Adamaszek aus Großbritannien kritisiert die Vermarktung von Dienstleistungen und Waren durch untergewichtige Models. Denn gleichzeitig erhebe Werbung dieser Art den fast schon magersüchtigen Körper zum gesellschaftlich akzeptierten Standard, so Adamaszeks Argument. Sie platziert ein Model in eine traumhaft schöne Naturlandschaft, so wie in den Werbeplakaten. Mit ihrem malerischen Stil trägt sie einen Hauch zeitgenössiche Kunst in die Streetart-Szene. Mit Pastell- und Erdtönen und sanften Konturen bringt die Künstlerin eine emotionale und feminine Sichtweise in die sonst männlich dominante Streetart-Szene ein. Die Models in Adamaszeks Werken ähneln auch mal einer Horrorerscheinung. Damit möchte sie eigenen Aussagen zu Folge, den Gegensatz zwischen dem synthetischen Schönheitsideal und der Natur aufzeigen.

Video 3

 

 

 

Bildquelle Beitragsbild:http://brandalism.org.uk/artists/eyesaw-uk/

http://brandalism.org.uk/artists/

http://videos.arte.tv/de/videos/kunst_gegen_konsum_adbuster_eyesaw--6272302.html

http://br1art.blogspot.de/

http://brandalism.org.uk/artists/hannah-adamaszek-uk/

http://www.hannahchloe.com/

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