"Ich habe nur noch Wörter ungefärbt von Hoffnung oder Furcht.", schreibt Christa Wolf in Kassandra.
 
Und zutiefst berührt es mich in meiner Seele schmerzt es mich und ermutigt es mich und widerstrebt es mir dem zu folgen.
 
Wie oft schaffen wir es, ohne Furcht zu schreiben. Und wie häufig kommt es vor, dass wir ohne einen Mehrwert zu erwarten, Gedanken niederlassen. Geht es uns Schreiberlingen, Journalist*innen, Autor*innen, Schriftsteller*innen darum, achtsam mit den Buchstaben, die wir einander reihen, umgehen? Damit wir nur politisch korrektes von uns geben? Und wenn wir es mal schaffen, den Mut zu haben, Gedanken loszuwerden - schaffen wir es dann, diese ohne einen einzigen Profitgedanken, ohne jegliche Hoffnung der Anerkennung oder Wertschätzung in die Welt zu lassen? Selbst wenn es nur die Achtung vor der Richtigkeit der Syntax ist, auf die wir achten und uns erhoffen, dass jemand was aus unserem Text mitnehmen könnte.. Wieso das Ganze eigentlich - wo doch längst nach dem 100sten Zeichen eines Textes der Finger bereits einen anderen Text angeklickt hat. Warum machen wir uns diese Mühe?! Schreiben und schreiben und schreiben und schreiben...

---

Bidlquelle: http://www.theatertreffen-blog.de/tt12/wp-content/uploads/2012/03/tag.png

---

 

Weitere Beiträge

Share

Tags: , , , , , ,